Bitterer Abend zum Ende einer starken Vorrunde für A-Klassist Genclerbirligi Wasserburg
Das hatte sich der SV Genclerbirligi Wasserburg um die Coaches Abdullah Yavuz und Ömer Pala im letzten A-Klassen Spiel vor der Winterpause ein bisschen anders vorgestellt, als man auf den SV Aschau/Inn II traf. Vor 100 Zuschauern bei kaltem und nassem Wetter mussten sich die Wölfe am Ende absolut bitter mit 1:2 geschlagen geben.
Trotzdem kann sich die Vorrunden-Bilanz für den Aufsteiger sehen lassen: Der SV Genclerbirligi Wasserburg überwintert mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenersten auf Rang vier.
In der 55. Minute hatte es einen ungewöhnlichen Höhepunkt des Spiels gegeben auf dem Sportplatz in Osterwies bei Reitmehring: Ausgerechnet bei einem Aschauer Angriff ereignete sich ein Stromausfall des Flutlichts. Das Spiel musste unterbrochen werden und konnte erst nach einer halben Stunde Zwangspause fortgesetzt werden.
Der Spielbericht
Die Partie begann für die Gastgeber mit einem Weckruf in der 6. Minute: Aschau nutzte eine Unsicherheit in der Wasserburger Hintermannschaft zur Führung. Nach einem abgefangenen Querpass im Strafraum folgte ein Fehlpass der Wölfe, den Pascal Schön aufnahm. Er legte quer auf Arlind Osmanaj, der vor dem Tor cool blieb und zum 1:0 für die Gäste einschob.
Trotz ihres dominanten Ballbesitzes liefen die Wölfe immer wieder in Konter der schnellen Offensivspieler Aschaus. Die Gäste präsentierten sich in der Defensive souverän und leidenschaftlich und ließen zunächst kaum zwingende Chancen der Heimmannschaft zu.
Die zweite Halbzeit starteten die Wasserburger Wölfe mit einem Feuerwerk an Torchancen. Doch jedes Mal stand der Aschauer Torwart, Daniel Richter, goldrichtig. Mit zahlreichen Glanzparaden avancierte er zum „Man of the Match“ und brachte die Wasserburger Angreifer schier zur Verzweiflung.
Nach der zweiten, unfreiwilligen Flutlicht-„Halbzeitpause“ setzte sich das gewohnte Bild fort: Genclerbirligi am Ball, Aschau lauernd und die hoch stehende Abwehr der Wölfe ausnutzend.
Die Wasserburger belohnten sich für ihren unermüdlichen Kampfgeist erst tief in der „Nachspielzeit“: In der 90. + 16. Minute gelang Dogukan Cicek der verdiente Ausgleich. Nachdem der Kapitän nach vorne gerückt war und die Defensive auf eine Dreierkette umgestellt wurde, kam der lange flache Ball über links auf Irfan Selimovic. Dieser tankte sich bis zur Grundlinie durch und legte im Rückraum auf Cicek ab – 1:1.
Angetrieben vom Ausgleich drängte Genclerbirligi weiter offensiv und wollte unbedingt die drei Punkte, was sich in vielen hohen Bällen widerspiegelte.
Doch der hohe Einsatz wurde bestraft. In der 90. + 23. Minute nutzte Aschau die unsortierte Abwehr nach einem verlorenen, hohen Ball aus. Mit einem Schnittstellenpass wurde Fred Tukeba geschickt, der Torwart Süßmaier keine Chance ließ und zum 2:1-Endstand traf.
Das Spiel stand sinnbildlich unter dem Fußball-Motto: „Wenn man vorne die Tore nicht macht, kassiert man sie hinten.“ Trotz viel Ballbesitz und zahlreicher Chancen reichte es nur zu einem einzigen Tor für die Wölfe.
Die A-Klasse 3 geht nun in die lange Winterpause. Die nächste Gelegenheit aber, die Mannschaft in Aktion zu sehen, bietet sich beim anstehenden Sparkassen-Cup in der Rosenheimer Gaborhalle, worauf sich das Team bereits sehr freut.
In der C-Klasse 4 überwintert die Zweite von Genclerbirligi Wasserburg (Foto unten) in der C-Klasse 4 auf einem Spitzenplatz – punktgleich mit der Dritten von Reichertsheim (Platz eins mit einem Spiel weniger). Dank eines 2:0-Erfolgs bei der Dritten des FC Grünthal (Platz fünf).
Die Torschützen waren Avdyl Gashi und Eduard Smajli. Weiter geht’s nun erst wieder in über vier Monaten.
Die dritte Mannschaft von Genclerbirligi Wasserburg geht mit Platz vier in der C-Klasse 3 in die Winterpause.
Fotos: WS-Archiv und SV Genclerbirligi Wasserburg
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