Wasserburger Jugendleiter mitten drin

Deutsch-finnischer Austausch 2015 der Jugendfeuerwehren in Oberaudorf

image_pdfimage_print

Erol_CoskunOberaudorf/Wasserburg – Die Arbeit mit jungen Menschen ist kreativ, sichert Zukunft, entfaltet Potenziale und kennt keine Grenzen. Unter diesem Motto fand nun vier Tage lang der deutsch-finnische Feuerwehr-Jugendleiteraustausch 2015 in Oberaudorf statt. Der Jugendwart der Wasserburger Feuerwehr, Erol Coskun (Foto), profitiert von den zahlreichen Anregungen: „Einige der besprochenen Übungsszenarien und Projekte werde ich künftig vor Ort bei der Ausbildung unserer Jugendfeuerwehr fest mit einbauen.“

Die Kreisjugendfeuerwehr Rosenheim und die Deutsche Jugendfeuerwehr hatten die Veranstaltung im Jugendbildungshaus am Luegsteinsee gemeinsam organisiert und konnten 40 Teilnehmer aus Finnland sowie der gesamten Bundesrepublik begrüßen. Beim Blick auf das Programm wurde deutlich, dass sich die alle ehrenamtlich in der Nachwuchsarbeit ihrer örtlichen Feuerwehren tätigen Gäste viel vorgenommen hatten. „Es geht darum, unseren Besuchern neben dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und anspruchsvollen Themen auch unsere schöne Heimatregion zu präsentieren“, erklärt Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer aus Wasserburg.

Ganz ohne sprachliche Berührungsängste fokussierte sich die inhaltliche Arbeit der Gruppe auf gemeinsame Workshops. So beeindruckten die finnischen Teilnehmer zum Beispiel mit ihren Berichten über große Ausbildungscamps der Jugendfeuerwehren in Skandinavien. Im Gegenzug lernten sie das komplexe deutsche Rettungswesen mit seiner weit verzweigten Struktur und den zahlreichen unterschiedlichen Hilfsorganisationen kennen. Auch die unterschiedlichen Ansätze der allgemeinen Jugendarbeit in den beiden europäischen Ländern sorgten für so manche Überraschung und hielten wertvolle Anregungen bereit.

Gemeinsame Ausflüge in den Landkreis Rosenheim führten die Teilnehmer unter anderem zu freiwilligen Feuerwehren, zum Technischen Hilfswerk, zum einem traditionellen Maibaumaufstellen und schließlich auf die Herreninsel im Chiemsee. Eine Sonderführung durch das dortige Schloss stand unter dem Aspekt des aufwendigen Brandschutzes und erlaubte sogar einen Blick in die weitläufigen Kellerkatakomben. Beim bayerischen Tanzabend konnten sich die internationalen Gäste schließlich noch am Schuhplatteln versuchen.

 

Im Rahmen eines ersten abschließenden Fazits der Veranstaltung zeigten sich die Gäste begeistert von der Organisation und überzeugt von den langfristigen positiven Impulsen: „Gerade wegen den tollen Teilnehmern aus den unterschiedlichen Regionen war es eine interessante Zeit und ich konnte viele neue Bekanntschaften und auch Freundschaften schließen“, meint etwa Jaana Raantanen aus Finnland.

Nicht zuletzt mit Hilfe des Internets via E-Mail und den sozialen Netzwerken sollen in den kommenden Monaten und Jahren nicht nur die neu geknüpften Kontakte ausgebaut, sondern gezielt auch weitere länderübergreifende Kooperationen und künftige Austauschprogramme für Jugendfeuerwehren und deren Ausbilder ins Leben gerufen werden.

Maibaumaufstellen_in_Oberaudorf

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.