Neue Vorstandschaft auf Erfolgskurs

Die Verjüngungskur der JU Wasserburg-Land trägt erste Früchte

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JHV 2016Wasserburg/Altlandkreis – Die Arbeit der 2015 komplett neu aufgestellten Vorstandschaft der JU Wasserburg-Land trägt erste Früchte und kann sich sehen lassen. Die Vorstandschaft unter der Leitung von Peter Mayer vertritt die Mitglieder offenbar zufriedenstellend. Hierfür spricht die Wiederwahl bei der diesjährigen JU-Hauptversammlung. Die Vorstandschaft hat sich bewährt und bleibt weitestgehend in ihren Ämtern.

Unter der Leitung von Bezirksrat Sebastian Friesinger (Dritter von links) aus Albaching brachte die Wahl folgende Ergebnisse: 1. Vorsitzender sowie stellvertretender Vorsitzender bleiben Peter Mayer aus Höslwang und Sebastian Friesinger junior aus Albaching. Auch der Kassier Helmut Maier aus Soyen bleibt in seinem Amt. Seine Arbeit wurde besonders gelobt, die Kasse ist „ordentlich“ und „übersichtlich“ geführt.

Michael Maier und Michael Leb aus Eiselfing übernehmen auch in Zukunft die Kassenprüfung. Zur neue Schriftführerin erklärt sich das Neumitglied Sofia Raab aus Eiselfing bereit. Beisitzer sind Maximilian Raab aus Eiselfing, Andreas Betzl aus Albaching und Alex Stautner aus Reitmehring.

Ein weiterer Punkt der Versammlung war die Kreisdelegiertenversammlung am 3. Juni, bei der die Delegierten Peter Mayer, Sebastian Friesinger junior, Helmut Meier, Andreas Betzl und Maximilian Raab die JU Wasserburger Land repräsentieren werden. Die beiden Ersatzdelegierten sind Sofia Raab und Alex Stautner.

An dieser Stelle hakte der Kreisvorsitzende der JU Rosenheim-Land, Florian Gerthner, ein und gab einen kleinen Überblick über anstehende Projekte. Für Interessierte gibt es einen Infostand über die Flüchtungspolitik, geplant sind außerdem verschiedene Seminare, welche das Ergebnis der Klausurtagung sind. Auf das Rhetorik- und Presse-Seminar soll dieses Jahr noch vor der Sommerpause ein Stil-Seminar folgen. Neben dem richtigen Stil soll es im Herbst die Möglichkeit zu einer „Schatzmeister“-Schulung geben und das nicht nur parteiintern, sondern auch für alle anderen „Schatz“-Interessierten. Die vom Kreisverband geplante Fahrt nach Trient wird an einem Oktoberwochenende stattfinden.

Wirtschaftsgespraech HuberSohn 2016

Neben der Neuwahl im Gasthof Höhensteiger hatte es bei der Versammlung noch andere Höhepunkte gegeben. So stand eine Unternehmensführung bei Huber & Sohn an, wo die JU’ler durch den Chef Josef Huber (Mitte) persönlich durch die Produktionshallen der Firma geführt wurden. Zuerst am Ursprung der Firma in Bachmehring und anschließend auch durch die nagelneue Halle in Hafenham. Dies kam natürlich bei allen Mitgliedern sehr gut an.

Der krönende Abschluss der JU-Hauptversammlung war der Vortrag von Bezirksrat Sebastian Friesinger zu einem Thema, das ihm sehr am Herzen liegt, nämlich die Regionalvermarktung und das Regionalmarketing. Regionalmarketing ziele darauf ab, die Bekanntheit einer Region zu steigern, um besser am Wettbewerb teilzunehmen und vom Tourismusgeschäft zu profitieren. Im Gegensatz dazu wolle die Regionalvermarktung das Wir-Gefühl steigern.

Friesinger berichtet, dass man sich in früheren Zeiten am „Millebankerl“ getroffen habe, man sei sich nah gewesen, habe sich ganz unbefangen ausgetauscht. „Doch diese Form von Nähe gibt es heutzutage nicht mehr, der Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft ist verschwunden, 500 Gemeinden haben keinen zentralen Dorfladen mehr, Schlafsiedlungen entstehen. Viele setzen sich lieber ins Auto, um zum nächsten Discounter zu fahren, anstatt im Dorf oder bei regionalen Märkten einzukaufen“, so Friesinger. Hier müsse der Hebel angesetzt werden. „Wie will ich, dass meine Heimat ausschaut, wenn ich alt bin?“

Zur Veranschaulichung zog Friesinger die Stadt Wasserburg. „Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Wasserburg, um das kleine Venedig zu genießen und viele Einheimische sind sich dieser Schönheit nicht bewusst, sie sehen es schlichtweg nicht mehr. Klingt unvorstellbar, ist aber die Realität. Wie man sieht, ist die Regionalvermarktung nicht nur eine wirtschaftliche Angelegenheit, sondern eine Herzensangelegenheit. Kleine Entscheidungen treffen wir selber, jeden Tag und mit jedem Einkauf tragen wir einen Teil zur Marktwirtschaft in unserer Region bei.“ WFJ

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