Flotte Bienen in der Stiftung Attl

Neue Wege gehen: Förderstätte nimmt Bienenhaus in Betrieb

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BienenAttl – Bienen gelten ja im allgemeinen als fleißig. Dass sie zudem aber auch einen therapeutischen und sogar pädagogischen Nutzen haben können, ist neu. Mit dem Betrieb eines eigenen, kleinen Bienenhauses geht die Förderstätte der Stiftung Attl nun neue Wege. Mit vorerst zwei Bienenvölkern ist das Bienenhaus, das Mitarbeiter und Betreute selbst gebaut haben, nun in Betrieb genommen worden. Über ein halbes Jahr der Vorbereitung war dafür nötig. Auch das notwendige Grundwissen mussten die neuen Imker erst bei erfahrenen Kollegen erwerben …

Deutschlandweit gibt es nach wie vor zu wenige Bienen. Der ausschlaggebende Grund für dieses Projekt war jedoch ein anderer.

„Wir betreuen Menschen mit Behinderung, die aus den unterschiedlichsten Gründen keiner Arbeit in einer Werkstätte nachgehen können“, meint Konrad Stemmer, Leiter der Attler Förderstätte. „Für diese Menschen brauchen wir spezielle Angebote und die unterschiedlichsten Betätigungsfelder.“

Die Idee zu dem Bienenhaus kam dann eher zufällig über einen Praktikanten, der sich damit schon eingehender beschäftigt hatte. Also holten sich der Heilerziehungspfleger Karl Loibl und seine Kollegen im Vorfeld viele Informationen ein und bauten zusammen mit ihren Betreuten im Frühjahr das Haus. Bei denen stieß das Projekt auf so großes Interesse, dass man nun bald auf vier Völker erweitern möchte.

„Es gibt viele verschiedene Arbeitsprozesse, die zusammen mit unseren Betreuten erledigt werden können“, berichtet Konrad Stemmer. „Wichtig ist es uns auch den Kreislauf, angefangen vom Bau des Hauses, der Arbeit der Bienen bis hin zum fertigen Honig und Bienenwachs zu vermitteln.“

Die beiden Völker in der Stiftung Attl gehören zur Art der friedlichen Bienen. Angst, von ihnen gestochen zu werden, muss man also bestimmt nicht haben.  mw

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