Die Flammen des Widerstands – sie brennen!

Stop B15 neu: Mystischer Anblick - Mahnfeuer über Mahnfeuer angezündet

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0Mystisch schaute es aus – das Bild, wenn man in der Nacht zu den Ortschaften wie Kumpfmühl, Roßhart, Kirchreit, Daburg (unser Foto) oder Reisach entlang der B15 fuhr. Schon von weitem sah man sie leuchten. Die Mahnfeuer über Mahnfeuer brannten und sagten nur eines: „Stoppt die B15neu. Wir wollen diese Autobahn nicht.“ Die Menschen versammelten sich. Überall – in großen oder auch kleineren Gruppen. Alle gemeinsam im Protest vereint. Wir haben die Bilder – der Nacht des Widerstands …

Fotos: Renate Drax

Kumpfmühl:

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„Wir stehen hier genau auf der geplanten neuen Trassenführung“, sagen Wolfgang Baumann und Sepp Irl aus Edling, die sich in Kumpfmühl zum brennenden Widerstand versammelt haben. Keine neue Autobahn zwischen Landshut und Rosenheim soll es geben. So ist die Meinung der Bürgerinitiative „Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg-Rosenheim“. Um diese Mahnung an die Autobahnplaner sichtbar zu machen, brannten in der Nacht zum Sonntag die Feuer entlang der B15 – weit über 100.

Auch die kürzlich in Wasserburg/Reitmehring gegründete Gruppe beteiligte sich. Die Feuerstellen waren bei Kroit, Reisach, Au, Kornberg und in Edgarten.

Roßhart:

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In den Gemeindegebieten Soyen, Edling und Ramerberg sowie am ganzen Streckenverlauf zeigten die Feuer den Widerstand an. Zudem im Gemeindebereich Pfaffing, wo die Trasse erst mitten durch die Filzen geplant war: Beim ehemaligen Lemmer-Anwesen in der Filzen und in Oberndorf am Feldweg Richtung Zellbach.

Sehr viele Gegner der B15 neu waren gekommen, versammelt in der Heimat, um ihren Protest zu bekunden. Auch der stellenweise einsetzende Regen hielt niemanden ab – in dieser Nacht des Widerstands!

Daburg:

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Soyen – zwischen Kirchreit und Straßinderl:

Hier brannten im gesamten Soyener Gemeindebereich etwa 15 Feuer an der B15! (mb)

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Reitmehring:

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Im Hintergrund die B 15 alt.

 

Am Dienstag, 13. Mai, um 19.30 Uhr lädt die Stadt Wasserburg zu einer Bürgerversammlung ins Rathaus ein. Dort werden sich auch Mitarbeiter der Autobahndirektion den Fragen der Bürger stellen.

 

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11 Gedanken zu „Die Flammen des Widerstands – sie brennen!

  1. Wird wohl leider nichts bringen, die Autobahn durch´s Isental wird auch gerade gebaut, da war auch jeglicher Widerstand vergebens.

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    1. Wenn keiner was dagegen tut, dann kommt sie sowieso – so gibt’s wengistens Hoffnung, wenn man sich wehrt!

      Und die B15n ist wirklich nicht notwendig!

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    2. Franz Manzinger

      richtig, aber auch
      – Donauausbau Vilsbiburg wurde abgemildert
      – 3. Startbahn wurde zumindest verzögert
      – Fichtelgebirgsautobahn wurde nicht gebaut (Innenminister Herrmann: Dann lassen wir es, ein zweites Isental brauche ich nicht)
      – Autobahn M-Süd bis jetzt nicht gebaut.

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  2. Holger Kalvelage

    Lieber Christian, der gestrige Abend hat gezeigt, dass die B15neu Befürworter, Planer, etc. mit einem nicht rechnen dürfen: Passivität und Widerstandslosigkeit!
    Und genau das muss das Signal sein. Der Widerstand im allergrößten Teil der Bevölkerung in den von der B15neu betroffenen Gebieten ist schon vor der konkreten Planfeststellung so groß, dass die Politik lieber die Finger davon lässt.

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  3. Franz Manzinger

    Fakten zum Mahnfeuer
    Mahnfeuer wurde zum Lauffeuer

    Fakten:

    Am Samstagabend bei Sonnenuntergang brannten über 200 Mahnfeuer – in vier Landkreisen
    weit mehr Mahnfeuer, als gedacht etwa 50 angedacht jetzt über 200

    5 bis über 100 Teilnehmer (1 Feuer mit 160 TN) je Feuer

    35 Gemeinden an alter und neuer Trasse beteiligten sich
    4 Landkreise LA, MÜ, EBE, RO, d.h. alte und neue geplante Strecke

    Der Zusammenhalt beider betroffener Gebiete wurde deutlich

    Ursprünglich einige 100 TN insgesamt geplant, 5000 – 6000 Teilnehmer

    Es kam schon vor, spontaner Halt von Autofahrern und Sympathiebekundung an der B 15.

    Viele hupten, warum? Einer hielt dann an und sagte, das wären Sympathiebekundungen
    „Es ist schon Wahnsinn, man sieht 5, 6 Mahnfeuer gleichzeitig“ Und alles keine Spinner, sondern normale rechtschaffende Bürger, die gute Argumente gegen diese Straße haben, und das nicht nur, weil sie betroffen wären.“ So ein scheinbar gut informierter Autofahrer

    „Hier ist der Funke sozusagen übergesprungen“ meinte eine bisher nicht beteiligte Bürgerin“

    Bemerkenswert war, dass alle Altersgruppen sich beteiligten, vor allem auch sehr viele Jugendliche und junge Erwachsene. Spontan wurde ein eh schon geplantes Grillfest auf das Mahnfeuer gelegt

    Eine Unternehmerin meinte, dass es hieße, die Wirtschaft brauche diese Straße. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wir sollten regionaler denken und arbeiten.

    Alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten, Arbeitnehmer, Landwirte, Unternehmer waren vertreten und teilweise sogar Veranstalter – Kein parteipolitisches Geplenkel

    Die Koordination übernahm die “Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der B 15 neu“

    Auf die Mahnfeuerkarten auf Facebook haben Stand Sonntagmittag fast 2000 Leute zugegriffen

    Bayerischer Rundfunk berichtete am Freitag und Samstag in mehrere Reportagen darüber.
    Quer Do 15. Mai
    Rundschau, heute 11. Mai

    Es wurde auch überflogen und gefilmt

    Keinerlei Zwischenfälle bekannt, Lob von Integrierte Leitstelle, dass alles so vorbildlich vorbereitet wurde

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  4. Diese Feuer stinken zum Himmel! Das ist völlig unnötige Umweltverschmutzung ; das ist Volksverdummung höchsten Grades, wenn man den Menschen glauben machen will, dass Niederbayern ohne eine leistungsfähige Infrastruktur auf Dauer wirtschaftlich stark sein könnte. Oder soll Niederbayern das Armenhaus Deutschlands werden?

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    1. Josef Schmid

      Davon, dass man alles hin und her transportiert, entsteht auch kein Reichtum. Wenn sich Firmen wegen einer Strasse ansiedeln, fehlen sie woanders. Wenn Arbeitsplätze an einer B15 neu entstehen, fehlen sie woanders. Sollen andere Landkreise dann noch breitere Strassen bauen, um sie wieder zurück zu locken?

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      1. Bei allem Respekt, J. Schmid, aber was Sie hier absondern, ist blühender Unsinn. Dass sich Firmen und Gewerbe aufgrund einer intakten Infrastruktur dort auch niederlassen, ist bereits seit der Antike so. Und dass Reichtum und Wohlstand sehr wohl durch Waren- und Güteraustausch entsteht (oder wie Sie sagen „dass man alles hin und her transportiert“), ist der Grund, dass wir die steinzeitlichen Höhlen verlassen haben.
        Aber genau dorthin wollen offensichtlich einige Leute wieder zurück. Die Argumentation gleicht sich ja immerhin schon an….

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        1. wikipedia.de:
          „So liegt die Arbeitslosenquote in den westlichen Landkreisen, die vom Maschinen- und Automobilbau geprägt sind und auch von der Nähe zur Region München profitieren, lediglich bei rund 3 %. Gemessen am BIP gehört Niederbayern zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 115 (EU27: 100, Deutschland: 116) (2008). Zudem sind die Arbeitslosenzahlen in Niederbayern die niedrigsten im Freistaat, so zeigen die 2013 veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit einen durchschnittlichen Wert von 3,6 % im Jahresmittel.“
          Und das mit einer nur 2-spurigen B15 – gewiss kein Armenhaus!
          Es ist auch nicht so, dass die Gegner der B15neu als 28 Meter breite Autobahnschneise ohne Geschwindigkeitsbeschränkung keine Alternativen vorschlagen würden, z.B. den Ausbau mit einer dritten Spur wo es möglich ist u. Ortsumfahrungen.
          Von Steinzeit kann hier wirklich keine Rede sein – eher davon, unser Bayernland noch lebenswert erhalten!

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          1. Herrn Foidda wills einfach nicht in den Kopf: gerade damit wir unseren Lebensstandard für uns und künftige Generationen erhalten, brauchen wir Investitionen in die Zukunft. Glauben Sie denn wirklich , dass wir unser hohes Niveau heute hätten, wenn nicht unsere Väter und Großväter zukunftsweisend gedacht hätten? Gönnen Sie Ihren Kindern und Enkelkindern diesen Wohlstand nicht?

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      2. Herbert Huber

        Mr. Fritz schrieb zurecht, dass sich Firmen und Gewerbe aufgrund einer intakten Infrastruktur bereits seit der Antike in Bayern niedergelassen haben, auch ohne Autobahnen. Eine weitere Zerstörung unserer bayerischen Heimat ist damit völlig unnötig.
        Wichtig sind Ortsumgehungen und Investionen in unsere Kinder und Bildung, und zwar jetzt. Gerade das wird aber durch Planungen für eine AB/B15neu hinausgezögert. Das kommt manchen Politikern gerade recht, hat man doch auf Jahre hinaus (solange die AB/B15 „nur” als Damoklesschwert über den Bürgern und Bayern schwebt) Gelder für den Hindukusch, Heiligendamm, olympischen Gigantismus und die Zerstörung Elmaus übrig.

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