… als wüssten wir von nichts?

Amnesty-Ausstellung „Stop Folter” in Wasserburg eröffnet - Schulen zu Gast

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1An diesem Freitag sind Schulen zu Gast – unter anderem auch die zehnten Klassen des Wasserburger Gymnasiums im Rahmen ihres Geschichts-Unterrichts: „Stop Folter” – so heißt eine Ausstellung von Amnesty International im Theatersaal des Wasserburger Förderzentrums am Kaspar-Aiblinger-Platz 4, die noch bis zu diesem Samstag, 16. Mai, zu sehen ist. Mit Vorträgen, Musik von Gaya und Gedichten wurde die Eröffnung der Ausstellung am Wochenende sehr gelungen gestaltet …

Fotos: Renate Drax

Julia Karg stellte Amnesty International und die aktuelle Kampagne „Stop Folter” kurz vor. Die Wasserburger Dipl.-Psychologin Katrin Zimmermann hielt zudem einen Vortrag zum Thema Psychologie der Folter.

2Sehr gut passte die musikalische Umrahmung durch die Gruppe Gaya (Foto rechts), die Weltmusik spielen. Den Auftakt bei der Eröffnung machte ein Kurzfilm zum Thema Folter, in dem Menschen verschiedenster Nationalitäten über ihre Erfahrungen mit dem Thema berichteten.
Dann folgte die Gruppensprecherin der Amnesty-Gruppe Wasserburg, Julia Karg, mit einer Einführung über die Geschichte und die Arbeit von Amnesty International sowie Informationen zum Einsatz gegen Folter. Die Antifolterkonvention, die 1984 von der UNO verabschiedet wurde, wurde inzwischen von 156 Staaten ratifiziert, dennoch kommt es zu Folter und Misshandlungen in vielen Ländern. Nach wie vor sei es wichtig, sich gegen Folter einzusetzen, wie Julia Karg betonte.

3In einem weiteren Vortrag berichtete Amnesty International-Mitglied Katrin Zimmermann (unser Foto links) über das Thema Psychologie der Folter und beleuchtete das Thema dabei unter drei Aspekten: Sozialisation des Folterers (wie ist es zu erklären, dass Menschen zum Folterer werden), psychologische Foltermethoden und schließlich die psychischen Folgen der Folter für die Opfer, die das Leben eines Menschen meist dauerhaft beeinträchtigen.
Vier Schülerinnen des Gymnasiums Wasserburg, Lara Schmidt, Mina Bonakdar, Vanessa Nebl und Bettina Zimmermann (unser Foto ganz oben), sprachen – zwischen den Vorträgen und Musikeinlagen der Gruppe Gaya – ausdrucksstark und ganz in Schwarz gekleidet eindrucksvolle Gedichte, die das Leiden unter der Folter verdeutlichten und zum Engagement gegen Folter aufriefen.

Die Ausstellung ist bis zum Samstag, 16. Mai, jeweils von 16 bis 20 Uhr geöffnet, am Mittwoch und Samstag wird jeweils um 19.30 Uhr ein Amnesty-Film gezeigt: „Bis alle frei sind!” (Film ab 18 Jahren).

Amnesty Wasserburg hofft auf viele interessierte Besucher.

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