Unsere Mädels sind Deutscher Meister

Am Freitag bei den Rhein-Main-Baskets: 91:90-Sieg für Wasserburg - Meisterfeier am Dienstag

image_pdfimage_print

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ! Spannung bis zur allerletzten Sekunde – mit 91:90 holten sich die Basketball-Damen des TSV Wasserburg den Deutschen Meistertitel in Hessen – bei den Rhein-Main-Baskets. 2004 – 2005 – 2006 – 2007 – 2008 – 2011 – 2013 ! Titel Nummer sieben. Der Jubel der Fans – grenzenlos!  

Mia san DEUTSCHER MEISTER 2013!

b43a7388c2

Auszeichnung für Emma Cannon

Da ist das Ding! Der TSV Wasserburg ist Deutscher Meister 2012/13! Mit einem dramatischen 91:90 (84:84, 38:43)-Sieg nach Verlängerung sicherte sich das Team von Bastian Wernthaler in der ausverkauften Georg-Sehring-Halle von Langen den siebten Titel der Vereinsgeschichte. Der Favorit verschwendete dabei beinahe ein Monstermatch von Emma Cannon, die anschließend als wertvollste Spielerin dieser Finalserie ausgezeichnet wurde. Die US-Centerin machte 38 Punkte und griff sich 13 Rebounds. Dabei spielte sie die letzten sieben Minuten des Schlussviertels und die gesamte Verlängerung mit vier Fouls, konnte also offensiv wie defensiv nicht mehr mit der eigentlich nötigen Intensität zu Werke gehen und verpasste deshalb eine noch höhere Ausbeute. „Ihre Leistung ist unfassbar“, gab ein überglücklicher und erschöpfter Coach unmittelbar nach dem Match zu Protokoll. „Wir hatten nicht unseren besten Tag, Tiina Sten fiel wegen eines Magen-Darm-Virus aus, was unsere Rotation stark beeinträchtigte. Und dann kommt Emma und macht so ein Monsterspiel.

Die Matchwinnerin war aber Katha Fikiel, die die wichtigen Freiwürfe am Ende der regulären Spielzeit und der Verlängerung machte. Das ganze Team hat gefightet und sich kurz vor Schluss aus dem Dreck gezogen. Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft, die sich mit diesem Titel für eine lange und kräftezehrende Saison belohnt hat!“ Im Unterschied zu den bisherigen Finalspielen erwischte der neue Deutsche Meister den besseren Start. Die Gäste führten schnell 6:2 (2. Minute) und 16:10 (5.), weil Fikiel und Cannon schnell ihren Rhythmus fanden und konstant punkteten. Fikiel schoss regelmäßig über ihre kleineren Gegenspielerinnen hinweg, Cannon setzte ihre Physis ein und verschaffte sich dadurch am Korb genügend Platz. Rhein-Main hielt mit einem ersten Dreier von Anna-Lisa Rexroth und unglaublichen Einzelaktionen von Alyssa Karel und Denise Beliveau dagegen. Wasserburg hatte im Auftaktviertel eine bislang ungekannte Wurfquote (9/13 – 69 Prozent), doch wegen etlicher Turnover weniger Ballbesitz als die Baskets (10/19 – 53 Prozent). Im zweiten Abschnitt suchte das Team von Bastian Wernthaler weiter seine Centerinnen – und Cannon lief heiß. Sie war von den Gastgeberinnen einfach nicht zu stoppen, 14 Punkte machte sie in diesen zehn Minuten, 20 insgesamt bis zum Wechsel.

Doch alle anderen außer ihr und Fikiel hatte das Wurfglück verlassen. Bei Rhein-Main verteilten sich die Punkte etwas besser, häufig suchte der Außenseiter sein Heil im Duell eins-gegen-eins, während die Gäste auf schnelles Passspiel setzten. So hatte Wasserburg zur Halbzeit neun Assists bei 14 Körben, Rhein-Main dagegen nur sieben bei 17. In den letzten 100 Sekunden vor dem Wechsel, als Cannon eine kurze Pause bekam, fingen sich Thoresen & Co. noch einen 0:10-Lauf ein, aus einem Vorsprung (38:33) wurde ein Rückstand (38:43) zur Pause. Stina Barnert läutete mit dem ersten Wasserburger Dreier die Aufholjagd ein, die beim 52:51 Mitte des dritten Viertels abgeschlossen war. Wernthalers Damen nahmen jetzt etwas das Tempo aus der Partie, bewegten sich im Angriff nicht mehr so flüssig und schnell wie während der Aufholjagd.

Rhein-Main konnte sich dadurch besser sortieren, der Schwung der Gäste war dahin, Wernthaler tobte, forderte seine Mannschaft zu schnellerem Passspiel auf. Doch die Kräfte schwanden zumal der Coach auf eine schmale 7er-Rotation vertraute. Zudem stieg die Foulbelastung. Vor dem Schlußabschnitt hatte jeder aus der Stammformation drei Fouls – Cannon, Barnert, Breitreiner, Fikiel und Thoresen. Die letzten zehn Minuten begann Wernthaler bei 61:65 mit einer kleinen Aufstellung plus Emma Cannon. Er wollte ihr Platz unter dem Korb verschaffen und stellte ihr mit Breitreiner, Barnert, Brunckhorst und Thoresen ausgezeichnete Schützen zur Seite, die ihre Gegenspielerinnen nach Außen ziehen sollten. Das Resultat war bescheiden, denn der Rückstand blieb und als Cannon ihr viertes Foul kassierte, kehrte Fikiel zurück. Diese hielt die Gäste mit sechs Punkten in Serie im Match (72:76/36.), die Nerven lagen auf beiden Seiten jetzt blank. In einer Phase beging Wasserburg drei Ballverluste in Folge, doch Rhein-Main konnte daraus zu wenig Kapital schlagen. Bis auf 76:82 wuchs der Rückstand, weil sich Francis Pieczynski zweimal clever gegen die foulbelastete Cannon durchsetzen konnte.

Matchwinnerin Katha

60 Sekunden vor Ende verkürzte Anne Breitreiner per Dreier auf 79:82, nach einem Ballverlust von Rhein-Main machte Stina Barnert aus der Distanz den Ausgleich. Alyssa Karel besorgte im Alleingang nochmals die Führung für den Vizemeister, ehe Katharina Fikiel beim Wurf gefoult wurde und nervenstark von der Linie zum Ausgleich versenkte – 84:84. Verlängerung. Hier hatte Rhein-Main den ersten Ballbesitz und war immer einen Schritt voraus. Beide Teams waren jetzt müde und stark foulbelastet, was die Verteidigung schwächte. Svenja Greunke vergab bei 88:90 (43.) zwei Freiwürfe, auch Cannon zeigte Nerven und tat es ihr nach. Breitreiner machte es anschließend besser und glich aus – 90:90. Rhein-Main hatte den letzten Angriff, der Ball war in der Hand von Karel, die im eins-gegen-eins gegen Barnert zum Korb zog. Doch die Hilfe von Cannon und Fikiel war da, plötzlich standen die beiden Centerinnen wie eine Wand in der Zone und versperrten der US-Amerikanerin den Weg. Karel stolperte, Schrittfehler. Ballbesitz Wasserburg. Auszeit Wasserburg. Acht Sekunden Zeit für den entscheidenden Korb zum Titel.

Wernthaler zeichnete einen Spielzug für Fikiel auf, der perfekt umgesetzt wurde. Die wurf- und nervenstarke Centerin wurde 3,8 Sekunden vor Ende gefoult. Sie traf den ersten zum Endstand von 91:90, verwarf absichtlich den zweiten, denn so blieb der Ball im Spiel, die Uhr lief wieder und Rhein-Main konnte keine Auszeit nehmen. Die Gastgeberinnen mussten einen Notwurf von der Mittellinie nehmen. Vorbei. Die Sirene ertönte. Knapp 100 Fans aus Wasserburg stürmten das Spielfeld und feierten mit ihrem Team die verdiente Meisterschaft. Die Meisterfeier findet am kommenden Dienstag, 18 Uhr, vor dem Rathaus statt. Ganz Wasserburg ist eingeladen! Es spielten: Emma Cannon (38 Punkte), Anne Breitreiner (18), Katharina Fikiel (17), Stina Barnert (12), Rebecca Thoresen (6), Svenja Brunckhorst, Melissa Dalembert, Tiina Sten, Zhaque Gray, Lena Aß, Franziska Dausinger und Verena Stürmlinger.

[nggallery id=23]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.