Große Betroffenheit

Polizei-Dialog mit Motorradfahrern - Nur wenige Meter entfernt verlor ein junger Mann sein Leben

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Die alljährliche Präventionsveranstaltung für Motorradfahrer der Polizei fand am Sudelfeldsattel statt. Interessierte konnten sich an zahlreichen Ständen mit den verschiedensten Aspekten rund um das Thema Motorrad vertraut machen und den Experten der Polizei austauschen. Umso tragischer, dass sich genau zur Zeit der Veranstaltung – nur wenige hundert Meter entfernt – ein tödlicher Motorradunfall ereignete (wir berichteten).

Wie in den vergangen Jahren führte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch heuer eine Informationsveranstaltung für Motorradfahrer durch. Dafür wurden bei sonnigem Frühlingswetter am Samstag, den 05.Mai 2017, auf dem Parkplatz am Sudelfeldsattel mehrere Infostände rund um das Thema Sicherheit beim Motorradfahren vorgestellt. Zahlreiche Beamte verschiedener Dienststellen aus dem gesamten Präsidialbereich kümmerten sich um die interessierten Besucher.

Polizeipräsident Robert Kopp nahm selbst auch an der Veranstaltung teil:

„Mit speziell auf Motorradfahrer zugeschnittenen Präventionsaktionen, die insbesondere direkt an Unfallschwerpunkten abgehalten werden, möchten wir den direkten Dialog mit unserer Zielgruppe suchen. Uns geht es dabei in erster Linie um einen offenen Austausch. Als passionierter Motorradfahrer liegt mir die Sicherheit der motorisierten Zweiradfahrer besonders am Herzen.

Der tragische Unfall, bei dem ein junger Mann – nur wenige hundert Meter entfernt – noch während der laufenden Veranstaltung sein Leben verlor, macht mich sehr betroffen und unterstreicht die Wichtigkeit solcher Kampagnen und die Schärfung des Gefahrenbewusstseins.“
Neben den diversen Einsatzfahrzeugen der Polizei im südlichen Oberbayern, die es zu besichtigen gab, war insbesondere der Austausch mit den Beamten der Fachdienststellen wie Autobahnpolizei oder der Kontrollgruppe Motorrad ein besonderer Aspekt. Sie gewährten Einblicke in ihre spezielle Kontrolltätigkeit und gaben einen wertvollen Überblick, wie der Stand der aktuellen Rechtslage ist und welche technischen Veränderungen nicht mehr zulässig sind.

Darüber hinaus war ein Fahrsimulator der Bayerischen Verkehrswacht im Einsatz, bei dem verschiedene Fahrmanöver gefahrlos geübt werden konnten. Weiter wurden allerlei Fragen zur polizeilichen Verkehrsüberwachung gestellt und sogar an einem so genannten „ProViDa“ Fahrzeug, also einem zivilen Streifenfahrzeug mit Mess- und Videotechnik veranschaulicht.

Das Thema „Erste Hilfe“ wurde von den Experten der Motorradstaffel des Kriseninterventionsteams aus München betreut. Hier konnte beispielsweise das Abnehmen eines Helmes an einer verletzten Person geübt werden und allgemeine spezifische Fragen bei der Hilfeleistung nach einem Sturz mit dem Kraftrad veranschaulicht werden.

Als besonderes Zeichen der vorbildlichen, grenzübergreifenden Zusammenarbeit waren auch österreichische Kollegen aus Innsbruck der Einladung gefolgt und wohnten der Veranstaltung mitsamt ihren Motorrädern bei.

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