Die Stunde der Gartenvögel

Mitzählen: Wo gibt es noch ein typisches Spatzenleben? - Aktion am Wochenende

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Eine Aktion des Landesbundes für Vogelschutz an diesem Wochenende: Die Menschen in unserer Region sind aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel im Garten oder auf dem Balkon zu zählen. Es geht darum, herauszufinden, an welchen Häusern Haussperlinge brüten und in welchen Gärten es noch regelmäßig Spatzen zu sehen gibt. Denn vor allem den Spatz sieht der LBV zunehmend in Gefahr. Seit der Mensch in Häusern lebt, leben Wildtiere mit ihm unter einem Dach. Auch der Haussperling ist ein typischer Kulturfolger. Doch Abriss und energetische Sanierung machen den Spatzen das Leben schwer.

In modernen Häusern bleiben für die kleinen Vögel keine Spalten und Ritzen, die sie dringend als Brutplatz bräuchten. Zusätzlich werden in dichtbebauten Städten Hecken und Sträucher weniger. Dort halten sich die Spatzen gerne auf, um in der Gruppe ihr Sozialleben zu pflegen und sich im Notfall vor Feinden zu schützen. Der LBV möchte wissen, wo der Haussperling noch brüten und ein typisches Spatzenleben führen kann.

Warum fragt der LBV in seiner Umfrage gerade nach diesen Tieren?
Gärten sind wichtige kleine Naturoasen. Wenn Sperlinge dort brüten, zeigt es an, dass es im Garten und dessen Umgebung bei entsprechender Anlage und Pflege besondere Lebensraumnischen gibt, die auch Heimat sind für viele Tiere und Pflanzen.

Warum fragt der LBV auch nach der Katze?
In knapp 20 Prozent aller Haushalte in Deutschland leben Katzen. Gartenbewohner, die wie Eidechse oder Zaunkönige besonders nah am Boden leben oder nisten, aber auch unerfahrene Jungvögel werden leicht Beute von Freigänger-Hauskatzen. Der LBV möchte herausfinden, ob Katzen einen Einfluss auf die Artenvielfalt im Garten haben. Und man möchte hilfreiche Tipps für eine gute Nachbarschaft zwischen Katzenliebhabern und Vogelfreunden geben.

Mehr infos und Online-Meldung unter stunde-der-gartenvoegel.lbv.de

Foto: LBV

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