Das Radl schieben

Polizei: Beim Überqueren eines Zebrastreifens sei das so manchem Radfahrer nicht klar

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Genau so hat man keine Vorfahrt – wie unser Foto es zeigt! Immer wieder komme es in Rosenheim zu Unfällen zwischen Radfahrern und Kraftfahrzeugen – und zwar speziell an Fußgänger-Überwegen, den sogenannten Zebrastreifen. Dabei werden die Radfahrer meist nicht unerheblich verletzt, warnt die Polizei aktuell. Unklar für die Radfahrer scheine zu sein, dass sie ihr Fahrrad beim Überqueren des Zebrastreifens zu schieben haben. Wie der Name schon sage, ein Fußgänger-Überweg sei eben als Fußgänger zu nutzen…

Radfahrer nutzen Zebrastreifen häufig in dem Glauben, Kraftfahrzeuge auf der Fahrbahn müssten auch ihnen bei der Querung den Vorrang ermöglichen. Sie genießen hier jedoch keine Sonderstellung, da der Fußgängerüberweg – laut § 26 StVO – ausschließlich für Fußgänger vorgesehen sei, betont die Polizei.
Radfahrer haben unabhängig von ihrer Fahrgeschwindigkeit – anders als Fußgänger – auf einem Zebrastreifen keinen Vorrang. Vielmehr müssen sie absteigen und das Fahrrad schieben. Wollen sie radfahrend den Fußgänger-Überweg überqueren, sind sie gegenüber dem Kraftfahrzeugverkehr wartepflichtig.
Dabei spielt das Alter des Radfahrers keine Rolle, dies gilt gleichermaßen für Kinder, wie für Erwachsene Radfahrer.
Komme es zu einem Unfall, treffe den Radfahrer mindestens die Mitschuld. Im Einzelfall könne auch eine Alleinschuld des Radfahrers gegeben sein, wenn sich der Unfall für den Pkw-Fahrer als unvermeidbar herausstelle, so die Polizei weiter. Generell sei laut Gericht zu beachten, dass Radfahrer, die Fußgänger-Überwege radfahrend (nicht schiebend) benutzen, im Unrecht seien …

 

 

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