Wenn Werke fordern und fesseln …

Willy Reichert und seine Hommage an die Frauen

image_pdfimage_print
Er malt, seit er denken kann: Willy Reichert.

Er malt, seit er denken kann: Willy Reichert.

Wasserburg – Feierlich eröffnet wurde am Wochenende die Ausstellung „Frauen“ mit Arbeiten von Willy Reichert in den Galerieräumen auf der Burg in Wasserburg. Der einheimische Künstler zeigt seine Zeichnungen, Aquarelle, Acryl- und Ölbilder mit Darstellungen von Frauen aus den Jahren 1999 bis 2013. Erneut wählte Reichert ein spezifisches Thema – so wie bereits bei seinen   erfolgreichen Werkschauen „Kunst im Tierkreis“, „Bis heute“ oder „Insekt“. Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juni geöffnet – und zwar jeweils am Wochenende – Samstag und Sonntag – von 15 bis 18 Uhr. Auch eine telefonische Vereinbarung ist möglich, Telefon 08071/3263.

Er ist Gründungsmitglied des AK 68 – einer Wasserburger Künstlergemeinschaft, die die Kunstszene hier in der Heimat maßgeblich prägt. Reichert sagt über sein Schaffen: „Neben Fleiß und Geduld ist die Neugier für mich eine große Antriebskraft. An meine Arbeit gehe ich täglich mit dem Wunsch, etwas Neues auszuprobieren. Gerne wage ich mich auch an neue Techniken, die Spannung versprechen, ohne dabei meine Qualitäts-Maßstäbe zu vernachlässigen. Das Ergebnis ist oft überraschend und fällt meistens zu meiner Zufriedenheit aus. Gelingt mir ein Bild einmal nicht, so scheue ich mich auch nicht, es zu verwerfen. Erfolg bedeutet für mich mit dem Ergebnis meiner Arbeit zufrieden zu sein. Denn nur wenn man bereit ist zu scheitern, kann sich wirklicher Erfolg zeigen.“ Gönnen Sie sich einen Einblick in die verschiedenen Schaffensperioden und Maltechniken des Künstlers zu dem schönen Thema „Frauen“.

Geboren wurde Willy Reichert 1937 in München. Mehr als ein halbes Jahrhundert lebt und arbeitet er jetzt in Wasserburg. Unter den hiesigen Künstlern gilt er als Urgestein, einer der trotz Popularität nie die Bodenhaftung verloren hat und seinen Idealen treu geblieben ist. Sein Talent und den Blick fürs Wesentliche hat er vermutlich den Eltern zu verdanken. Schließlich war die Mutter Fotografin und der Vater Kirchenmaler. Er malt, seit er denken kann; Maler hat er auch gelernt. 1968 erfolgte der künstlerische Durchbruch mit der Gründung des Arbeitskreises 68 und der ersten Wasserburger Kunstausstellung. Lange Jahre blieb er noch als Restaurator weiter dem Handwerk treu. Heute ist Willy Reichert aus der Kunstszene nicht mehr wegzudenken und bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.