Danton und lies meine Briefe nicht !

Großes Büchner-Wochenende im Belacqua

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Führt Regie: Uwe Bertram.

Führt Regie: Uwe Bertram.

Wasserburg – Dantons Tod von Georg Büchner – eine Revolution ist im Gange am Freitag, 10. Mai, 20 Uhr, und am Sonntag, 12. Mai, 19 Uhr, im Belacqua in Wasserburg. Irgendeine. Inmitten dieser Situation: Menschen. Solche, die die Revolution in Gang gesetzt haben, und solche, die mit ihr umzugehen haben, und solche, die sie in Gang gesetzt haben und selbst damit umgehen müssen. Einer will nicht länger mitmachen: Danton.

Die anderen wollen schon noch, aber nicht ohne Danton. Der will aber einfach nur seine Ruhe. Keine Leichen mehr. Seine Kollegen um ihn herum zetern und zerren weiter, stets bemüht, eine brauchbare Form des Zusammenlebens für alle zu erfinden. Doch die Interessen sind recht vielfältig. Der eine will, dass jeder tun kann was er will, der andere will, dass mit Epikur und Venus der Spaß und die Schönheit regieren, der nächste will die Tugend an die Spitze setzen. Das alles auf Kosten von ein paar Menschen, die dabei leider draufgehen müssen, um die hehren Ziele zu erreichen.

Wo dabei das Problem liegt, fragt sich auch einer. Das bisschen Blut, die paar Leichen. Auch nicht anders als bei einer Naturkatastrophe. So ringen alle um ihre Interessen. Ihre eigenen. Woran noch glauben? An den Menschen? Eine Schauspiel-Produktion des BELACQUA. theater wasserburg. Im Mittelpunkt: Georg Büchners fleischlich-griffiger Text, gespickt mit leidenschaftlichen Inhalten und sinnlichen Bildern. Regie: Uwe Bertram. Es spielen: Susan Hecker, Hilmar Henjes, Monika Kockott, Johanna Kröner, Nik May, Annett Segerer, Regina Alma Semmler. Bühne: Mayr/Bertram. Kostüme: Annett Segerer/Lisa Flori.

Lesen: Annett Segerer ...

Lesen: Annett Segerer …

,,, und Nik Mayr.

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Lies meine Briefe nicht: Samstag, 11. Mai – 20 Uhr

Als Georg Büchner wegen staatsverräterischen Handlungen steckbrieflich gesucht wurde, beschrieb das Amt den damals 21-Jährigen mit dem frischen Gesichtsaudruck und dem kleinen Mund darüber hinaus noch mit dem besonderen Kennzeichen der Kurzsichtigkeit. Dass sich hinter der gewölbten Stirn Büchners alles andere als Kurzsichtigkeit verbirgt, steht außer Frage. Dass sein Ausdruck nach wie vor frisch ist, kann der geneigte Zuschauer auf den Bühnen der Welt erfahren, denn Büchners Werk hat seinem Mund, so klein er gewesen sein mag, die Größe verliehen, die seiner Gedankenwelt gerecht wird. Zwar schreibt er in seinen Briefen, „Ich habe keinen Schrei für den Schmerz, kein Jauchzen für die Freude, keine Harmonie für die Seligkeit. Dies Stummsein ist meine Verdammnis. Ich habe dir’s schon tausendmal gesagt: Lies meine Briefe nicht – kalte, träge Worte!”, aber wir lesen sie doch und jauchzen vor Freude über Büchners frische, lebendige Worte.

Annett Segerer und Nik Mayr verstoßen hiermit gegen das Postgeheimnis und lesen aus Büchners Korrespondenz.

Karten für diese und weitere Vorstellungen im Belacqua.theater wasserburg erhalten Sie im Vorverkauf:

bei allen Filialen der Sparkasse Wasserburg – in der Buchhandlung Fabula in Wasserburg – bei Haas Lotterie & Mehr in Isen. Kartenbestellungen sind unter Ticket-Hotline 08071 – 103261 oder auf der Homepage möglich. BELACQUA.theater wasserburg, Salzburger Str. 15, 83512 Wasserburg

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