Hoffnung auf Happy-End nie aufgeben

Flüchtling aus Bad Aibling darf jetzt zu seiner Frau - Unsere Bericht-Erstattung half

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aibEine gute Nachricht: Das lange Warten von Sharafadeen Yussuf hat ein Ende. Nach fast einem Jahr voller Hoffen, Vertröstungen und Behördenwillkür darf der Asylbewerber aus Nigeria, der in Bad Aibling im Container lebt, endlich zu seiner Frau nach Paderborn ziehen. Auslöser für diese positive Nachricht waren eine Petition mit 113 Unterstützern sowie ein Bericht bei uns …

… auf unserer AIB-Stimme!

Das Schicksal des 36-jährigen Familienvaters berührte viele Leser: Sharafadeen Yussuf wurde auf der Flucht von seiner schwangeren Frau getrennt. In Bad Aibling erfuhr er, dass seine Frau und sein mittlerweile geborenes Kind in Paderborn leben. Doch behördliche Hürden machten es trotz aller eingereichten notwendigen Dokumente seit Juli 2015 unmöglich für ihn, dauerhaft zu seiner kleinen Familie zu ziehen. Vor allem jetzt, da seine Frau erneut ein Kind von ihm erwartet …

Nachdem wir über dieses Schicksal berichtet haben, ist einiges in Gang gekommen. Der Bericht bei uns vor zwei Wochen und eine Petition, der sich 113 Unterzeichner anschlossen, brachten Schwung in die Sache. Kurz darauf erhielt Sharafadeen ein Schreiben, das ihm endlich grünes Licht dafür gibt, sofort nach Paderborn zu ziehen. Dort darf er sich auch mit seiner Familie eine kleine Wohnung suchen – sie müssen nicht in ein Massenlager ziehen.

Sein Aiblinger Pate Klaus Rosellen ist deshalb froh und erleichtert: „Die intensive Arbeit, die ich als Pate in diese Sache gelegt habe, unzählige Emails, Telefonate, haben sich nun gelohnt. Jetzt kann er wenigstens die Geburt seines zweiten Kindes miterleben“, sagt Rosellen.

Manchmal darf man eben die Hoffnung auf ein Happy-End nicht aufgeben.

Siehe auch:

„Wir werden es schaffen. Irgendwann.“

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