Vier Gastkünstler mit Bezug zu Pytlik

„Kunst findet dort statt, wo sie stattfindet und nicht nur in großen Häusern“

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Vernissage Pytlik 007Schnaitsee/Wasserburg – „Betrachten Sie die Werke aller Künstler ganz genau. Vielleicht erhalten Sie dabei ganz neue Einblicke“, forderte Gerhard Sindelar aus Klosterneuburg die erfreulich vielen Gäste bei der Vernissage der ersten gemeinsamen Ausstellung mehrere Künstler im Atelier von Andreas Pytlik in Hochschatzen bei Schnaitsee auf. Sindelar stellte in einem Vorgespräch seine Arbeit in der Kunstszene vor: „Wir von „beyondarts“ leben Kunst und Kultur. Unser Team aus Kunsthistorikern, Wissenschaftsjournalisten, Programmierern, Media-Designern, Marketingexperten und professionellen Sprechern produziert Kunst-Guides von höchster Qualität.“

 

Seine Verbindung nach Schnaitsee kam über den Fotografen Wolfgang Steiert, dessen Werke ebenfalls in Hochschatzen zu sehen sind, zustande. „Es ist mir eine Ehre und es war mir im Vorfeld eine wichtige Aufgabe alle ausstellenden Gastkünstler der verschiedensten Richtungen zu analysieren um ihnen, die heute hier bei dieser bemerkenswerten Vernissage zu Gast sind, meine Interpretationen liefern zu können.“

Dass Sindelar sich in die Werke hineinversetzt hatte, bewiesen seine tiefgründigen Erläuterungen: „Bettina Gorn hat sich vom Naturalismus, der dem Medium Film und Foto anhaftet, verabschiedet. Sie löst einzelne Sequenzen aus dem Film und lässt Neues entstehen. Ihre Filme sind sinnlich erfahrbar. Der Betrachter muss sich nur darauf einlassen.“

„Die Kalender von Harld Sedlmeier schwimmen gegen den Mainstream. Er hat das Thema „Veggie Day“ ins Gegenteil gekehrt. Allein schon die ernüchternden Fotos vom Fischmarkt in Rijeka sind ein mutiges Unterfangen.“

„Walter Tafelmeier ist in der Kunstszene ein Anarchist. Solche Künstler, die sich über 20 Jahre lang der Kunstszene verwehren, haben naturgemäß einen schweren Stand. Er hat als Münchner mit Karl Valentin einen berühmten Vorgänger. Diese beiden haben viel gemeinsam.“

„Wolfgang Steiert führt mit seinen Fotos in die Irre. Er hat sich einen geschärften Blick angeeignet und den sollte der Betrachter seiner Bilder auch anwenden. Oft kommt es auf die Hintergrunddetails an. Dabei treffen oft Welten in einem Bild aufeinander. Man muss genau hinschauen – jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte.“

Zu Beginn erläuterte Pytlik die Beweggründe für diese Ausstellung. „In meinem Atelier möchte ich Künstlern Platz geben, mit denen ich auf dieser Schiene zusammenarbeite und die einen Bezug zu meinem Atelier haben. So eine erste Ausstellung ist ein spannendes Projekt. Kann man in der „Provinz“ so etwas installieren?“ Aber dazu sicherte ihm Sindelar zu: „Kunst findet dort statt, wo sie stattfindet und das braucht nicht in den großen Kunsthäusern der Metropolen zu sein, nein das kann besonders hier an der Basis geschehen.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Juni zu sehen. Geöffnet ist immer am Mittwoch von 18 Uhr bis 20 Uhr und am Samstag von 16 bis 20 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung eines Besichtigungstermins.

 

Foto oben: Bei der Vernissage im Atelier von Andreas Pytlik (links) sprach Gerhard Sindelar (rechts) einführende Worte auch über die Fotografien von Wolfgang Steiert.

 

Vernissage Pytlik 002

Wolfgang Steiert (links) gab den erfreulich vielen Besuchern der Vernissage Erläuterungen zu seinen Bildern.

Vernissage Pytlik 003

Gerhard Sindelar (links) gab Erläuterungen zu den Gastkünstlern im Atelier von Andreas Pytlik (rechts)

 

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