Museumsnetzwerk zeigt: „Heimat 1914“

Gemeinschaftsausstellung ab Sonntag, 18. Mai, in Amerang zu sehen

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Folder-web_Seite_1Amerang – Genau ein Jahrhundert liegt der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zurück. Doch nicht nur für jene, die schon bald als Soldaten an der Front kämpften, brachte der August 1914 einschneidende Veränderungen mit sich. Auch für die Daheimgebliebenen war vieles nicht mehr so wie vorher. Nach der anfänglichen Euphorie bestimmten schnell Not, Entbehrung, Trennung und Verlust das alltägliche Leben. Und so manche Hausbank blieb fortan leer.

 

Wie sah der Alltag vor 100 Jahren im Rosenheimer Land aus? Was hat sich durch den Krieg verändert? Diese und weitere Fragen stellen sich einige Museen und kulturelle Einrichtungen aus der Stadt und dem Landkreis Rosenheim in einer ersten Gemeinschaftsausstellung, die ab Sonntag, 18. Mai (Internationaler Museumstag), im Bauernhausmuseum in Amerang zu besichtigen ist.

 

Das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstag „Sammeln verbindet!“ gilt auch für Museumsnetzwerk Rosenheim: „Heimat 1914“ ist eine Ausstellung zur Alltagsgeschichte vor 100 Jahren. Zu dieser spannenden Zeitreise laden 14 Teilnehmer zwischen Amerang und Oberaudorf, Bad Aibling und Frasdorf ein. Sie beleuchten die Zeit bei Kriegsbeginn aus ganz verschiedenen Blickwinkeln; jedes Haus hat das Ende der vielzitierten „guten alten Zeit“ auf seine Art und Weise thematisch aufgearbeitet und mit aussagekräftigen Exponaten illustriert. Besonderes Schmankerl: Wer mindestens fünf Ausstellungsorte besucht, kann attraktive Preise gewinnen (wie beispielsweise einen Gleitschirmtandemflug, eine Übernachtung in der Hochrieshütte mit Seilbahnfahrt und Essen, originale Wennerbergpostkarten von 1914, eine Holzsitzgarnitur von Spielgeräte Richter, einen Freiflug mit dem Oberaudorfer Flieger der Bergbahnen Hocheck oder eine Moorführung in Nicklheim).

 

Das „Museumsnetzwerk Rosenheim“ entstand 2012 und ist ein Projekt der mit EU-Mitteln geförderten LEADER- Aktionsgruppe (LAG) Mangfalltal-Inntal. Die Teilnehmer stellten eine Auswahl aus der Museumslandschaft der Region dar. Aus einer ersten Bestandsaufnahme haben die beteiligten Einrichtungen Schwerpunkte gesetzt und Ziele entwickelt. Diese sollen in der kommenden Förderperiode 2014 – 2020 mit allen Museen der Region Rosenheim realisiert werden. Als Pilot-Projekt hat ein Arbeitskreis aus dem Netzwerk die Gemeinschaftsausstellung „Heimat 1914“ initiiert. Mit viel Enthusiasmus und Freude wurden die einzelnen Sequenzen gestaltet. Ein großes Anliegen aller Netzwerkpartner ist es, die kulturellen Einrichtungen in der Region zu stärken. Zugleich soll die Vielfalt der Museumslandschaft verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden.

 

Alle Informationen demnächst unter www.museumsnetzwerk-rosenheim.de

 

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