Merkur zieht vor der Sonne vorbei

Nur etwa 13mal im Jahrhundert - Ereignis nächsten Montag - Sternwarte öffnet

image_pdfimage_print

merkurVor 13 Jahren gab es den letzten in Deutschland sichtbaren Merkurtransit. Am nächsten Montag, 9. Mai, ist es nun wieder soweit, Merkur zieht vor der Sonne vorbei. Die Sternwarte Rosenheim der Hochschule öffnet zu diesem Anlass bereits ab 13 Uhr ihre Pforten und lädt Besucher ein, das Phänomen durch die Fernrohre der Sternwarte zu beobachten. Nur etwa 13mal im Jahrhundert stehen Sonne, Merkur und Erde genau auf einer Linie und Merkur wandert scheinbar über die Sonnenscheibe. Jedoch nur jedes zweite Mal geschieht dies tagsüber …

Unser Foto: Erläuterung wie und wann es zu einem Merkurtransit kommt. Dargestellt sind in der Illustration die Bahnebenen mit den Knoten sowie zwei Positionen von Merkur und Erde, die mit Sichtlinien verbunden sind. Bei der Konstellation am Bahnknoten kommt es zu einem Transit, an der anderen Position verfehlt die Sichtlinie die Sonne. (Grafik: www.vds-astro.de)

… und dann muss das Wetter noch mitspielen. Am 9. Mai findet der nächste Merkurtransit statt, danach muss man bis November 2019, 2032 bzw. 2039 oder Mai 2049 warten, wobei die Wetteraussichten im November meist nicht so gut sind.

Der Transit beginnt um 13:12 Uhr MESZ und endet um 20:42 Uhr MESZ. Leider geht die Sonne in Rosenheim aber schon um 20:36 Uhr unter, so dass der Austritt von Merkur nicht mehr beobachtet werden kann. Der Merkurdurchgang kann nicht mit bloßem Auge (und Schutzbrille) verfolgt werden, wie es bei einem Venusdurchgang möglich ist. Merkur ist zu klein dafür, so dass man Fernrohre mit entsprechenden Schutzvorrichtungen vor der gleißend hellen Sonne benötigt.

Die Sternwarte auf dem Dach des D-Gebäudes der Hochschule Rosenheim wird von 13 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet sein, um  den Merkurtransit direkt mitverfolgen zu können. Dabei können dann auch Sonnenflecken, Protuberanzen und Filamente auf der Sonne durch die Fernrohre der Sternwarte beobachtet werden.

Alternativ kann der Merkurdurchgang auch im YouTube-Kanal der Hochschule am PC im Livestream unter www.youtube.com/HochschuleRosenheim mitverfolgt werden.

Der Livestream wird durch ein Studentenprojekt im „ro-lip“ (Rosenheimer Labor für interdisziplinäre Projekte) ermöglicht. Die beiden Informatikstudenten Tobias Gerteis und Michael Butzhammer sind hier die treibende Kraft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.