„In der Schnoatseer ÜWG bin i dahoam“

Hubert Neuberger bei der ÜWG-Versammlung – Kiesabbaugebiet besichtigt 

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KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERASchnaitsee – Den Vorsitzenden der Überparteilichen Wählergemeinschaft Schnaitsee-Waldhausen-Kirchstätt Franz Rieperdinger freute es bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung beim Schnaitseer „Wirth“ ganz besonders, dass auch der langjährige Vorsitzende und stellvertretende Landrat Hubert Neuberger gekommen war. Dieser betrachtete das als selbstverständlich „In der Schnoatseer ÜWG bin i dahoam. Da fühl ich mich wohl“. Neuberger brachte sich auch besonders in die Diskussion um die Krankenhäuser ein. Aus seiner langen Zeit im Kreistag war er hier bei den Entscheidungen mit dabei.

Schriftführerin Anna-Maria Scheitzeneder berichtete von der Führung durch das Kiesabbaugebiet durch den Betreiber Georg Dettenbeck. „Damit haben wir voll das Interesse der Bevölkerung getroffen. Rund 60 Teilnehmer waren dazu nach Hochschatzen gekommen. Solche Infoveranstaltungen werden wir auch in Zukunft wieder anbieten.“ In der Diskussionsrunde schälte sich die Straßenausbaubeitragssatzung als höchst interessante Thematik heraus. Schnaitsee ist eine von zwei Gemeinden im Landkreis ohne eine solche Satzung. Peter Irlbacher wusste dazu aber, dass in Bayern nur rund 40 Prozent aller Gemeinden eine solche Satzung haben. Aus der ÜWG-Runde war klar herauszuhören, dass so eine Satzung mehr als ungerecht ist. „So eine Satzung kommt gleich nach dem Stehlen“, drückte es Günter Verbega drastisch und überzeichnet aus.

Kassier Franz Graßl konnte von einem sehr guten Kassenstand berichten. Das ist der Spende für die Werbedrucke bei der Kommunalwahl zu verdanken. Er dankte dem früheren Vorsitzenden Peter Irlbacher für die kostenlose Finanzierung der ÜWG-Webseite. Derzeit sind 64 Mitglieder bei der Wählergemeinschaft. Die Revisoren Willi Sonnenhauser und Ludwig Löw lobten die Kassenführung Graßls und so wurde der Vorstandschaft die Entlastung erteilt.

Vorsitzender Franz Rieperdinger blickte auf die konstituierende Sitzung im Gemeinderat zurück und nannte alle Ausschussmitglieder und die Beauftragten der Gemeinde. „Die Zusammenarbeit im Gemeinderat ist gruppenübergreifend sehr gut.“ Nach einem sehr guten Gespräch mit Bürgermeister Thomas Schmidinger erklärte sich Rieperdinger zur Übernahme des Postens als zweiter Bürgermeister bereit. „Der Umgang ist sehr angenehm und fair. Alle arbeiten zum Wohle der Gemeinde zusammen.“ Auf Drängen der ÜWG hin, wird in Zukunft die Bezeichnung „Freie Wähler“ im Zusammenhang mit der CSU-Kandidatenliste nicht mehr verwendet. „Die Begriffe UW, FW oder ÜWG sind geschützt.“

Rieperdinger gab einen Überblick über die Arbeit im Gemeinderat und gab Sachstandsberichte zum Straßenbau, zur Dorferneuerung in Waldhausen, zum Gewerbegebiet in Rumering, zum neuen Feuerwehrfahrzeug in Schnaitsee und zur Geothermie.

Altbürgermeister Vitus Pichler gab einen Überblick über die Arbeit im Kreistag, dem er und Franz Rieperdinger als einzige Schnaitseer angehören. Der Fraktion der „Freien Wähler“ mit elf Mitgliedern hat sich auch Sandra Sonntag von der FDP angeschlossen. Pichler bestätigte, dass im neuen Kreistag zusammen mit Landrat Siegi Walch vernünftig weitergearbeitet wird. Pichler gehört dem Rechnungsprüfungsausschuss, der Wirtschaftsförderung und der Wohnbau GmbH an. „Bei der Rechnungsprüfung stoßen wir immer wieder an die immensen Verluste der Kliniken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir aus Dauer alle Standorte halten können.“ Der Hauptpunkt bei der Wirtschaftsförderung liegt derzeit bei der Vermittlung von Auszubildenden aus dem europäischen Ausland an Berufen, die ansonsten nur sehr schwer Auszubildende finden, aber auch beim Ausbau des Breitbandnetzes. Bei der Wohnbau GmbH liegt der Fokus beim Bau von Unterkünften für Asylbewerber. UK/JU

 

Foto: „In der Schnoatseer ÜWG san wir dahoam“ – die Urgesteine der Wählergemeinschaft von links der langjährige stellvertretdene Landrat und ÜWG-Vorsitzende Hubert Neuberge und Altbürgermeister Vitus Pichler, der 24 Jahre lang als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Schnaitsee leitete.

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