Gutes Wahlergebnis verpflichtet zu hohem Anspruch

Jahresversammlung der Bürger für Rott bei der Pizzeria Da Anna

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marinus schaberFür Bürgermeister Marinus Schaber war das Wahlergebnis der Kommunalwahlen „überwältigend“, wie er bei der Jahreshauptversammlung der Bürger für Rott bekannt gab. Er habe nicht zu träumen gewagt, bei der Bürgermeisterwahl bei drei Bewerbern über 60 Prozent der Stimmen gewinnen zu können. Bei der Wahl der Gemeinderäte habe er auf einen weiteren Sitz gehofft, am Ende kamen zwei neue Bewerber hinzu: Matthias Ganslmaier und Alfred Zimpl. Zudem konnte Hans Gilg gewonnen werden. Dementsprechend sei der Anspruch der Wähler an die Bürger für Rott zu Recht hoch.

Aber, so Schaber weiter, er sei mit einer guten Mannschaft angetreten und mit sehr guten Leuten in den Gemeinderat eingezogen. Schaber ging auf die anstehenden Projekte der Gemeinde Rott ein. Die Gutachten über Verkehr, Wasser und Lärm für den geplanten Discounter im Meilinger Feld liegen bis Juni vor, sagte er. Wenn alles gut geht, könne noch vor der Sommerpause der Aufstellungsbeschluss erfolgen, so dass bis 2015 mit einer Eröffnung gerechnet werden dürfe.

Bei der Suche nach einer Drogerie tue er sich bislang schwer. „Die großen Drogerieketten, wie dm-Markt, Rossmann oder Müller füllen vorerst in den Städten die Lücken, die Schlecker hinterlassen hat, da ist der Standort Rott noch nachrangig.“ Schaber hoffe jedoch, mit einem gestiegenen Kaufaufkommen auch einen Drogeriemarkt nach Rott holen zu können.

Ein weiterer Punkt war der neue Kindergarten. Durch Spenden und eine Freiwilligenaktion zur Gestaltung des Gartens konnte die Gemeine bislang rund 50.000 Euro einsparen. Rund 20 Helfer aus der Gemeinde hatten vor vier Wochen rund 600 Pflanzen eingegraben. Gekostet hat der Kindergarten rund drei Millionen, davon erhielt die Gemeinde einen Zuschuss von einer Million. Erst letztes Jahr eingeweiht, stößt der Kindergarten schon an seine Grenzen. Etliche Kinder können schon nicht mehr untergebracht werden, so dass die Gemeinde wieder gezwungen sein wird, den Klostersaal zu belegen. Dies werde jedoch nur zwei Jahre nötig sein, da Hochrechnungen ergeben, dass der Bedarf an Kindergartenplätze in zwei Jahren deutlich zurückgehen werde, sagte Schaber.

Für die 30 Parzellen im Leitenfeld konnten 70 Anfragen entgegen genommen worden und alle Parzellen sind vergeben, bis auf einige, für die Gebote einzureichen waren. 14 Parzellen waren als Einheimischen-Grund ausgewiesen. Der Bedarf an Wohnbau sei ungebrochen, so Schaber. Sobald das Baugebiet Meilinger Feld realisiert werde, sei da auch weiterer Wohnungsbau geplant.

Als weiteres Projekt steht der Kanal Leiten an und eine weitere Pressung unter dem Bahndamm, da der bisherige Durchlass bei starkem Regen ausgereizt ist.

Die Vorsitzende Franziska Franke-Fichtner des Vereins Bürger für Rott gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Sie ging auf die Renovierung der Katterloher Kapelle ein. Hier ist noch eine weitere Bank geplant. Der Andacht am 26. April zu Ehren des Hl. Bruder Konrads sollen Maiandachten in den nächsten Jahren folgen.

Ein voller Erfolg war wieder das Ferienprogramm der Bürger für Rott. Christine Sedlmaier führte über 20 Kinder und einige Helfern auf die Kolping Hütte, bei der den Buben und Mädchen einiges geboten wurde, unter anderem eine leibhaftige Kräuterhexe.

Gute Kontakte ergaben sich bei den Treffen in Landshut mit anderen Bürger-Vereinigungen, wie zum Beispiel den Bürgern für Landshut oder den Bürgern für Penzberg

Sehr gut kam auch die Nachtwächterführung durch das nächtliche Rott zu alten historischen Gebäuden an. Allen haben die Schauspieleinlagen gefallen, die einen Blick auf die damaligen Zeiten warfen.

Sehr hilfreich waren die Kunden des EDEKA-Marktes, als BfR um Essenspakete für die Rotter Tafel warb.

Größtes Projekt war natürlich die Stimmengewinnung für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl, die Bürger für Rott selber finanzierten. Hier war vor allem Franz Bachmaier wertvoll, der gekonnt alle Texte und Layouts der Flyer entwarf und mitgestaltete.

Zum Schluss bat Franziska Franke-Fichtner noch um Spenden für den Außenbereich des Kindergartens, ein großer Teil sei schon zusammen, aber sie würde sich freuen, wenn der BfR 1000 Euro übergeben könne.

Nach dem Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

Zum Ende der Veranstaltung ehrte Bürgermeister Marinus Schaber den ausscheidenden Gemeinderat Dr. Klaus Absmaier (Foto). Er ist Gründungsmitglied der Bürgervereinigung Bürger für Rott und wirkte 18 Jahre im Gemeinderat. Klaus sei für ihn immer ein wichtiger Ratgeber und Ideenlieferant in den vielen Jahren gewesen, sagte Schaber. Das habe großen Dank verdient und so ehrte der BfR Dr. Klaus Absmaier mit einem Rotter Engel.        RH

 

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