Bitte zum Bäcker ohne Auto …

Erfahrungsaustausch der Klimaschutz- und Energiebeauftragten der Landkreise

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Titel RadkarteDie Klimaschutz – und Energiebeauftragten der Landkreise haben sich getroffen. Zum Bäcker ohne Auto? Wie können Anreize auch in ländlichen Räumen geschaffen werden? Vorbildliche Pilotprojekte zeigen, dass es geht. Rund ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs und der CO 2-Emissionen in Bayern entfallen auf den Verkehr. Der nimmt auch in ländlichen Gemeinden stark zu, steigender Lärm und mehr Feinstaub zwingen zum Handeln. Regierungsvizepräsidentin Maria Els: „ Es gibt viele Möglichkeiten klimaverträglich unterwegs zu sein. Auch wenn die Bundesbürger für 61 Prozent aller Wege ihr geliebtes Auto verwenden …

… werden und müssen umweltfreundliche Alternativen künftig eine zunehmende Rolle im Straßen – und Ortsbild spielen.“ Da sind sich die Klimaschutzmanager einig. Pilotprojekte zu Carsharing und Radfahren in den ersten Landkreisen machen deutlich, dass Menschen sich zu einem Umdenken oder neuen Umgang mit der Fortbewegung motivieren lassen.

Die Regierung von Oberbayern ist hier mit Regierungspräsident Christoph Hillenbrand als Energiebeauftragter für Oberbayern koordinierend und beratend tätig. So hat der Landkreis Ebersberg ein Mobilitätskonzept erstellen lassen und dabei seine Bürger intensiv eingebunden. Aktive Carsharing – Teilnehmer besitzen nachweislich weniger private Autos, sie legen weniger Kilometer in Autos zurück, und nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad.

Ehrenamtliche Ortsgruppen zeigen, dass diese Initiative auch auf dem Land funktioniert. Gerade auch für Unternehmen und Tourismusregionen lohnen sich Mobilitätskonzepte. Dies können der Ausbau einer Buslinie, Dienstfahrräder an Bahnhöfen oder eine Geldprämie für Mitarbeiter, die keinen Parkplatz beanspruchen, sein.

Wie man einen ganzen Landkreis für das Radeln begeistern kann, zeigt der Landkreis Starnberg. Der Clou war, dass alle Gemeinden zeitgleich am „STAdtradeln“ teilgenommen haben und deshalb gewollt im Wettkampf um die meisten geradelten Kilometer standen. Ganze Schulen und Vereine sind aufs Rad gestiegen und konnten im Internet verfolgen, welche Kommune aktuell die Führung innehat. Überraschendes Ergebnis für 2013: der Landkreis Starnberg landete auf Platz 2 noch vor der Landeshauptstadt München! Weitere Landkreise überlegen, in den Wettbewerb einzusteigen.

Umweltfreundliche Mobilität müsse schon bei den Kleinen beginnen. So die einhellige Meinung. Um bereits bei den Jüngsten den Spaß an der Bewegung zu wecken und auf die Teilnahme am Verkehr zu Fuß oder mit dem Roller vorzubereiten, wurde das BAMBINI – Projekt ins Leben gerufen. Etliche Kindergärten nutzen diese geförderte Mobilitätsbildung und die Kinder fiebern dem abschließenden Roller-Führerschein entgegen.

„Ich bin beeindruckt, welche Initiativen es auch im ländlichen Raum gibt, um die Mobilität der Bürger auch ohne eigenes Auto und mit Rad- und Fußverkehr zu fördern und zu ermöglichen“, resümiert Regierungsvizepräsidentin Maria Els.

 

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