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Mai, 2022

01Mai20:0021:30Freie Bühne München: Peer Gynt16. Wasserburger Theatertage // im Theater Wasserburg

Veranstaltungsdetails

Henrik Ibsens Figuren bringen oft eine gewisse Tragik zum Vorschein, so auch der Charakter Peer Gynt. Es ist die Diskrepanz zwischen dem, was sich der Bauerssohn wünscht, und dem, was er tatsächlich erreichen kann. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ein junger Mensch mit all seinem Mut, seinen Zweifeln, Fehltritten und all seinen Mätzchen; wirkt rastlos und überbordend zugleich. Sein Streben nach Freiheit und die Suche nach sich selbst, nach Erfolg und Anerkennung lässt für ihn sämtliche Realitäten ineinander verschmelzen zu einer surrealen Welt. Sein ganzes Sein ist nicht zuletzt ein Plädoyer für die Kraft und Schönheit der eigenen Fantasie.

Das dramatische Gedicht, das Henrik Ibsen 1867 verfasst hat, schildert kein Einzelschicksal, sondern bildet eine stereotype Figur eines jungen, irrenden Menschen auf einer hoffnungslosen Suche zu sich selbst ab und bleibt in seiner Aktualität bis heute bestehen.

Der „Antiheld“ Peer Gynt ist auch als Appell zu verstehen, mutig zu seiner eigenen menschlichen Schwäche zu stehen. Gerade in unserer Zeit, in der die glänzende Außendarstellung eine immense Wichtigkeit erlangt hat und in der den Abgründen der menschlichen Seele kein Platz gelassen wird.

Regisseur Ulf Goerke inszenierte zum ersten Mal an der Freien Bühne München und erforschte mit dem inklusiven Ensemble die Diskrepanz zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

Es spielen: Marysol Barber-Llorente, Lena Flögel, Luis Goodwin, Natalie Lehmann, Maria Ringel, Jonas Stenzel, Wolfgang Vogel.

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Foto: Freie Bühne München // Markus Burke

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Zeit

(Sonntag) 20:00 - 21:30

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