Der „Bunker 29“ öffnet am Tag des offenen Denkmals in Mühldorf

 

Auch dieses Jahr können Bürger im Landkreis Mühldorf Geschichte wieder hautnah erleben und zwar am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 13. September. Diesmal steht der Tag unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ und bietet interessierten Besuchern die Möglichkeit, historische Denkmale und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben näher kennenzulernen – ausgewählt im Landkreis sind Waldkraiburg, Kraiburg und Ampfing.

Netzwerke begegnen uns überall. Familie, Freunde, Vereine, Kirchen oder das berufliche Umfeld verbinden Menschen miteinander und bilden persönliche und gesellschaftliche Netzwerke. Damit diese Verbindungen funktionieren können, benötigen sie eine entsprechende Infrastruktur. Knotenpunkte und ihre Verbindungen bilden dabei die Grundlage eines funktionierenden Netzwerks.

Auch Denkmale sind Teil solcher Netzwerke und Infrastrukturen. Historische Brücken, Straßen, Bahnhöfe oder öffentliche Gebäude zeigen, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg miteinander verbunden waren und wie Mobilität und Austausch ermöglicht wurden. Sie erzählen davon, wie sich unsere Infrastruktur entwickelt hat und welche Bedeutung sie für das Zusammenleben der Menschen hatte und bis heute hat. Das Motto 2026 lenkt damit den Blick auf Denkmale als Knotenpunkte und Verbindungen, die unsere Gesellschaft geprägt haben und weiterhin prägen.

Seit mehr als 30 Jahren findet der Tag des offenen Denkmals jährlich statt und gilt als das größte Kulturevent Deutschlands. Dieser Tag soll dazu dienen, Veranstaltenden und Besuchern Impulse und Denkanstöße für den Umgang mit Denkmälern und deren Stellenwert zu geben. Hierzu werden verschiedene kostenlose Führungen der Denkmalorte angeboten. Zu beachten gilt, dass für einige Führungen eine vorherige Anmeldung notwendig ist. Nähere Informationen zum Tag des offenen Denkmals sind auch auf der www.tag-des-offenen-denkmals.de/ zu finden.

Folgende Denkmäler können im Landkreis Mühldorf am Sonntag besichtigt werden:

„Bunker 29“ – Industriemuseum Waldkraiburg-Aschau
Schweidnitzer Weg 6, 84478 Waldkraiburg

Der Bunker entstand zwischen 1938 und 1940 als eines von rund 500 Produktionsgebäuden des Pulverwerks Kraiburg und diente ursprünglich dem Kneten von Pulverrohmasse. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude enttarnt und anschließend bis 1999 gewerblich genutzt. Seit 2008 beherbergt der original erhaltene Bunker das Museum „Bunker 29“. In sechs Ausstellungsräumen wird die industrielle Entwicklung Waldkraiburgs von der Zeit des Pulverwerkes über den wirtschaftlichen Neuanfang nach dem Krieg bis in die Gegenwart dargestellt. Eine Besonderheit des Museums ist die Vermittlung der Geschichte durch Sehen, Hören und Riechen.

Besichtigungen des Denkmals sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte (Führung im „Bunker 29“) möglich:

Sonntag, 13. September 14, 14.30, 15 und 15.30 Uhr | Dauer: 60 Minuten

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich:

E-Mail: museum@kultur-waldkraiburg.de– Telefon: 08638959308

Kraiburg: Vierseithof Simmerlwenger
Wegen 2, 84559 Kraiburg 

Der denkmalgeschützte Vierseithof Simmerlwenger wurde 1865 erbaut und ist heute nahezu vollständig renoviert. Die geschlossene Hofanlage besteht aus einem Wohnstallhaus, einem Stallstadel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sowie einer Hütte aus dem Jahr 1855. Zum Anwesen gehört außerdem ein freistehender gemauerter Backofen aus dem Jahr 1838. Am Tag des offenen Denkmals ist der Vierseithof ab 13:00 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Besucherinnen und Besucher können den Innenhof und Garten erkunden und im Stallgebäude eine Kunstausstellung der Künstlergruppe Kraiburg besuchen. Für das leibliche Wohl werden unter anderem Kaffee, hausgemachte Torten und frisch Gegrilltes angeboten. Im rund 3.500 Quadratmeter großen Garten können zudem Hühner und Bienenvölker beobachtet sowie Honig probiert und gekauft werden

Besichtigungen des Denkmals sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich:

Sonntag, 13. September von 13 bis 18.30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sonntag ab 10 Uhr: Frühshoppen mit Weißwurst und Wienern

Mit der Bitte um Reservierung: E-Mail: hof@singer-muc.de – Telefon: 01792006342

Ampfing: Historischer Spaziergang durch Ampfing
Bahnhof Ampfing, Münchner Str. 29, 84539 Ampfing

In Ampfing führt ein historischer Spaziergang durch die wechselvolle Entwicklung der Gemeinde. Anhand verschiedener Stationen wird nachvollziehbar, wie sich Ampfing von seinen Ursprüngen in der Bauwarenzeit über die Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Ein besonderer Blick gilt dabei den vergangenen 150 Jahren, in denen sich der einst kleine Ort zu einer der größten Gemeinden im Landkreis Mühldorf a. Inn entwickelte.

Ergänzt wird das Programm durch die Besichtigung des Bunkers im Pfarrgarten, des Theresianums und des Zitzmerstadels. Kleine Ausstellungen im Bunker und im Theresianum sowie Informationen an den einzelnen Stationen geben Einblicke in die Entstehung, Nutzung und Bedeutung der jeweiligen Baudenkmäler.

Besichtigungen der Denkmale sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich:

Beginn des Spazierganges: Sonntag, 13. September um 10 Uhr

Von 13 bis 16 Uhr ist der Bunker im Pfarrgarten, das Theresianum und der Zitzmerstadel geöffnet.

Kraiburg: Sax Säge Ensdorf
Ensdorf 28, 84559 Kraiburg

Das Sägewerk ist seit 1859 bis heute in Betrieb. Historisches Sägegatter vom Anfang des 20. Jahrhunderts im zweigeschossigen Satteldachbau, ursprünglich angetrieben durch ein oberschlächtiges Wasserrad, heute durch Elektromotor. Das Wasserrad wurde rekonstruiert.

Besichtigungen der Denkmale sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich:

Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Bild: Stadtmuseum Waldkraiburg

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