Eine ungeklärte „Vermissung“ und klare Worte: „Hearst, mia Zwoa ham scho an saubern Hack'l“

Zweiter Familientag – so das Motto am gestrigen Mittwoch auf dem Rosenheimer Herbstfest. Tröpfelte es am Nachmittag noch leicht, hörte der Regen zum Abend hin mehr und mehr auf. Wieder war das Festgelände gut besucht und die Stimmung exzellent. Die Polizei musste nur wenig ran …

Erste nicht geklärte „Vermissung“ – die fast als Dogma vorgegebene Zeit, dass Vermissungen unter 15 Minuten von der Wiesnwache geklärt werden, erhielt am gestrigen Mittwoch einen herben Dämpfer. Es kam sogar soweit, dass die Vermissung gar nicht mehr geklärt werden konnte von der Polizei. Ein Festbesucher sprach eine Streife der Wiesnwache an, dass er seine zwei Freunde im Getümmel verloren habe. Gemeinsam wollten sie sich noch in der Rosenheimer Innenstadt ins Nachtleben stürzen und jetzt so allein, fühle er sich einsam und vermisse seine zwei Kumpels.

Trotz seiner genannten Beschreibung, die nach seiner Meinung ja quasi einzigartig – individuell, soll man es geradezu als Unikat betiteln – war eine Fahndung nicht von Erfolg gekrönt: Der sich Sorgende meinte nämlich, dass die Vermissten Haare am Kopf haben und eine Lederhose tragen.

Ob der Besucher seine Freunde dann noch finden konnte, ist der Polizei nicht bekannt. Denkbar hätte ein weiteres Beschreibungsmerkmal geholfen – denn vorstellbar war, dass seine Kumpels vielleicht Alkohol konsumieren. Auch das könnte irgendwie ein einzigartiges Detail im Nachtleben nach der Wiesn sein. So schließt dieser kleine Bericht mit einem Augenzwinkern …

Hearst, hob i an Hack`l – die Wiesnwache lernt während der Herbstfestzeit natürlich eifrig, sammelt Erfahrung und erlangt ein umfangreiches Wissen von ausländischer Grammatik und Vokabular. Zwei Frauen aus Sölden, sprachen die Wiesnwache an, wo man denn noch nach der Wiesn noch hingehen könne. Die Innenstadt wurde als Tipp genannt und dankend angenommen. Dass beide sichtlich angetrunken waren, tat dem Eifer zum Weggehen der beiden keinen Abbruch. Doch ob sie noch lange durchgehalten haben, war nicht mehr ermittelbar. Jedenfalls meinten die Damen über ihre erlangte vorab Alkoholisierung: „Hearst, mia Zwoa ham scho an saubern Hack’l“.

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