Wasserburg gastiert am morgigen Freitag um 18.30 Uhr in Ismaning

Die Löwen haben Blut geleckt. Nachdem sie in Kirchanschöring bereits nahe an einem Punkt und gegen Erlbach nahe an einem Sieg in der Bayernliga waren, wollen sie am Freitagabend, 18.30 Uhr, auch in Ismaning mit etwas Zählbarem nach Hause fahren. Vizekapitän Leon Simeth, der die Innstädter auch in Ismaning aufs Feld führen wird, formuliert die Zielsetzung der Spieler eindeutig: „In erster Linie alles dafür tun, kein Gegentor zu bekommen, als Mannschaft einen weiteren Entwicklungsschritt in Richtung Bayernliga-Fußball gehen und mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen.“

Der TSV 1880 Wasserburg ist gerade dabei, sich an die Bayernliga zu gewöhnen. Gegen den SV Erlbach hat er am Freitag sein Spiel der Liga und den Gegebenheiten angepasst, ohne dabei die eigene Idee komplett zu verwerfen. „Gegen Erlbach haben wir unsere DNA besser gezeigt: Lautstärke und Energie auf den Platz gebracht, Zweikämpfe gewonnen und hatten viele zweite Bälle“, analysiert Simeth. In den ersten Saisonspielen und im Pokal hat die Mannschaft von Trainer Florian Heller viel Lehrgeld bezahlt. „In der Bayernliga ist das Spiel viel schneller und robuster. Zudem sind die Einzelspieler besser. Da wird jeder Fehler bestraft, das haben wir in den ersten Spielen zu spüren bekommen”, berichtet der 25-Jährige.

Der FC Ismaning, der Jahr für Jahr um den Klassenerhalt in der Bayernliga spielt, holte aus den ersten vier Spielen vier Punkte. Die Elf von Trainer Xhevat Muriqi unterlag am vergangenen Samstag 0:2 gegen den FC Deisenhofen. Traditionell spielt Ismaning mit einer sehr jungen Mannschaft, die im Sommer aber bewusst mit älteren Spielern wie Kubilay Celik (27) vom FC Pipinsried, Noah Brill (27) von den Sportfreunden Schwaig und Artem Shamolli (25) vom SV Aubing verstärkt wurde.

Vor dem Start in eine weitere Englische Woche hat Florian Heller mit Personalsorgen zu kämpfen, denn neben Danilo Dittrich, Samuel Zwislperger und Josef Stellner fällt nun auch Bruno Ferreira Goncalves aus, der sich am Oberschenkel verletzt hat. Ähnliche Situationen hatten die Innstädter auch in den vergangenen Jahren zu meistern. Heller hat die oft dezimierte Mannschaft mit dem ihm eigenen Pragmatismus immer wieder auf Kurs gebracht. Vergangenen Samstag stärkte die Mannschaft bei einem gemeinsamen Nachmittag den Teamgeist, denn eines ist bereits am 5. Spieltag der noch jungen Saison klar: Es wird nur über das Kollektiv gehen.

JAH

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