Die aktuelle Lage zum Katastrophenfall im Landkreis Traunstein - Einsatzgebiet meiden

Die Lage am Saurüsselkopf blieb gestern insgesamt recht ruhig, meldet das Landratsamt. Gegen 19 Uhr war es aber am Samstag-Abend aufgrund des stärkeren Windes zu Rauch- und Glutentwicklung im engeren Einsatzbereich des Bergwaldes. Durch den sofortigen Einsatz eines Hubschraubers mit Außenlastbehälter konnte der Bereich schnell nachgelöscht werden. Die aktuelle Witterungslage mit trockenen Bedingungen und zeitweise auffrischendem Wind sorgt in der Region weiterhin, dass unterirdische Glutnester wieder aufflammen. Die Verantwortlichen beobachten die Wetterentwicklung deshalb fortlaufend.

Weitere aktive Löschmaßnahmen waren in den Nachtstunden nicht erforderlich. Die Feuerwehr führte weiterhin fortlaufend Kontroll- und Erkundungsfahrten im betroffenen Gebiet durch, um mögliche Veränderungen frühzeitig festzustellen. Am heutigen Sonntag sind daher erneut rund 330 Einsatzkräfte mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf der systematischen Kontrolle des Geländes sowie der Bekämpfung versteckter Glutnester. Die Einsatzkräfte arbeiten sich dabei Abschnitt für Abschnitt durch den betroffenen Bergwald. Hierzu sind vor allem Feuerwehrkräfte im Einsatz, unterstützt durch alpine Spezialisten der Bergwacht sowie der Polizei. Fünf Hubschrauber und die Bodentrupps arbeiten eng abgestimmt – die Arbeiten schreiten so positiv voran.

Zusätzlich führen Einsatzkräfte umfangreiche Nachlöscharbeiten in bereits bearbeiteten Abschnitten durch. Der zeitweise stärkere Wind sorgt dafür, dass es auch in vermeintlich gelöschten Bereichen immer wieder zu Rauchentwicklungen beziehungsweise verstärkter Glutbildung kommt. Die Einsatzkräfte kontrollieren diese Bereiche kontinuierlich mit Wärmebildkameras und führen unmittelbar notwendige Nachlöscharbeiten durch.

Es gelingt weiterhin, den Schwerpunkt der Einsatzkräfte mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu besetzen. Durch eine bedarfsorientierte Personalplanung und gezielte Anforderungen in der örtliche Einsatzleitung mit Kreisbrandrat Christof Grundner kommen überwiegend Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein und Bergwachthelfer aus einem weiteren Umkreis zum Einsatz. Ein großer Dank gilt allen Einsatzkräften und Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen.

Die Bevölkerung wird gebeten, das Einsatzgebiet weiterhin zu meiden, Absperrungen zu beachten und die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

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