Keine nennenswerte Ausbreitung – Einsatz läuft auch in der Nacht weiter – Trinkwasserschutzgebiet Laubau bleibt zentrales Schutzziel
Die Lage im Einsatzgebiet hat sich nach aktueller Einschätzung weiter stabilisiert. Eine nennenswerte Ausbreitung wurde zuletzt nicht festgestellt. Eine Entwarnung gibt es dennoch weiterhin nicht. Der Schwerpunkt der Maßnahmen bleibt darauf gerichtet, eine Ausbreitung insbesondere in Richtung Süden zu verhindern. Die Entwicklung sowie das tatsächliche Brandgeschehen werden weiterhin engmaschig kontrolliert und überwacht. Für den morgigen Donnerstag ist erneut Flugbetrieb vorgesehen. Nachts sind Hubschrauberflüge aus Sicherheitsgründen nicht möglich.
Aktuell sind rund 275 Einsatzkräfte eingebunden, darunter etwa 215 Feuerwehrleute sowie Kräfte von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Der Einsatz läuft auch in der Nacht weiter, soweit dies gefahrlos möglich ist, unter anderem mit handgeführten Strahlrohren und Tanklöschfahrzeugen. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr sind weiterhin in mehrere klar definierte Einsatzabschnitte gegliedert. Diese umfassen unter anderem die Wasserversorgung und den Pendelverkehr im Bereich der Chiemgau Arena, die Koordination der Hubschrauberbetankung und -befüllung, die Brandbekämpfung in den westlichen, östlichen und südlichen Einsatzbereichen sowie die Versorgung der eingesetzten Kräfte mit Verpflegung, Treibstoff und Material.
Im südlichen Bereich sind seit heute zudem Bodeneinheiten gemeinsam mit der Bergwacht im Hang im Einsatz. Am Bundeswehrlandeplatz Laubau wird der Hubschraubereinsatz koordiniert; unterstützt wird dies durch Flughelfer der Feuerwehren. Zur Sicherung der Brandabschnitte kommen unter anderem Schlauchleitungen, Tanklöschfahrzeuge, Kreisregner und Pendelverkehre mit Löschfahrzeugen zum Einsatz. Ziel ist es, betroffene Bereiche zu kühlen, Hänge zu bewässern und ein erneutes Aufflammen beziehungsweise Überspringen des Feuers zu verhindern. Die Lage bleibt weiterhin stark von Witterung und Wind abhängig. Gewitter können eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellen und den Löscheinsatz beeinflussen. Auch Wind im Zuge von Gewittern kann problematisch sein, da dadurch ein erneutes Aufflammen von Glutnestern begünstigt werden kann.
Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Es besteht weiterhin keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Die Lage wird fortlaufend durch die beteiligten Fachstellen bewertet.
Die bestehenden Betretungsverbote und die Straßensperre bleiben weiterhin bestehen. Das Einsatzgebiet darf nicht aufgesucht werden.
Bild: Landratsamt Traunstein
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar