Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen setzen Landwirtschaft unter Druck

Die anhaltende Trockenheit und für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen setzen Bayerns Landwirtschaft zunehmend unter Druck und erhöhen zugleich die Waldbrandgefahr. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber: Das zeige sich besonders in dem aktuellen Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding – wir berichteten (Foto).

Fehlende Niederschläge verschärfen die Lage in den Wäldern.

„Der Brand am Saurüsselkopf ist einer der größten Waldbrände, die wir in Bayern in den letzten Jahren gesehen haben. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die vor Ort gegen die Flammen ankämpfen“, sagt Kaniber. Der Wald am Saurüsselkopf erfüllt als Schutzwald und im Zusammenhang mit dem Trinkwasserschutzgebiet Laubau wichtige Funktionen. Und weiter: „Schutzwälder sind überlebensnotwendig. Wenn das Feuer gelöscht ist, werden wir den Wald am Saurüsselkopf wieder sanieren und neue Bäume pflanzen,“ sichert Kaniber zu.

Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb eindringlich an die Bevölkerung: „Grundsätzlich gilt: Schon kleine Fehler können große Schäden verursachen. Deshalb zählt: höchste Vorsicht im Wald.“ Das seit Anfang März geltende Rauchverbot im Wald gilt weiterhin uneingeschränkt.

„Eine achtlos weggeworfene Zigarette kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Jeder Einzelne trägt Verantwortung“, so die Ministerin.

Besonders gefährdet sind aktuell lichte Kiefern- und Fichtenbestände, sonnige Südhänge sowie stark frequentierte Erholungsgebiete. Auch Fahrzeuge stellen ein Risiko dar: Schon die Hitze unter dem Auto kann trockenes Gras entzünden. „Parken Sie deshalb nur auf befestigten Flächen und nicht auf trockenem Bewuchs“, mahnt Kaniber.

Auch an die Waldbesitzer richtet sich die Ministerin: „Verzichten Sie auf das Verbrennen von Reisig oder Kronenmaterial. Häckseln Sie das Material oder bringen Sie es aus dem Wald. So senken wir das Risiko deutlich.“

Eine Entspannung der Lage erwartet die Ministerin mit einsetzendem Regen.

Bis dahin gilt: Besondere Aufmerksamkeit im Wald und auf allen angrenzenden Flächen.

Im Bereich der Waldforschung werden derzeit für rund 2,9 Millionen Euro Projekte gefördert, die sich vor allem mit der Bewässerung von Forstkulturen, Wasserspeicherpotenzialen auf Landschaftsebene, der klimaangepassten Waldbewirtschaftung sowie Baumartenwahl auf physiologischer und genetischer Ebene beschäftigen.

„Wir arbeiten seit Jahren konzentriert an der Anpassung an Trockenheit, dem Schutz der Böden und an einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Das ist aktiver Klimaschutz aus der Praxis heraus“, so Kaniber.

So verhalten Sie sich richtig im Wald:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe entzünden
  • Rauchverbot strikt einhalten
  • Keine Zigaretten oder Glasflaschen wegwerfen
  • Fahrzeuge nur auf befestigten Flächen abstellen
  • Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungskräfte freihalten
  • Bei Rauch oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen

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