Nur kleine Frühjahrs-Belebung - Betriebe waren auch im April zurückhaltend
Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent – um 0,1 Prozent höher als vor einem Jahr und um 0,1 Prozent besser als im März. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen insgesamt beträgt 4.878. Hier sind 2.943 Männer und Frauen nach dem SGB III bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 108 weniger als im Vormonat.
Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich nach dem SGB II um 1.935 arbeitslose Kundinnen und Kunden, 53 weniger als im März.
Insgesamt betreut das Jobcenter 3.848 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.925 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Die vergangenen Wochen waren auf dem Arbeitsmarkt nicht wirklich von einer großen Frühjahrs-Belebung geprägt.
Weitere Betriebe aus den sogenannten witterungsabhängigen Berufsfeldern wie
Gartenbau/Floristik (-30 arbeitslos gemeldete Menschen) und
Baugewerbe (-86) und dem daran angrenzenden Bereich
FührerIn von Lager- und Transportgeräten (-35) sowie den
Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen (-30) und dem daran angrenzenden Bereich
Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (-40)
stellen aber aktuell nach der „Winterpause“ wieder ein.
Insgesamt im ganzen Agenturbezirk ist die Arbeitslosenzahl im April um 292 auf 10.304 Personen weiter zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote hat sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent verringert. Sie lag damit auf Vorjahresniveau.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, Dr. Nicole Cujai, sagt:
„Der Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell unentschlossen:
Einerseits ist der jahreszeitübliche Rückgang der Arbeitslosigkeit im April geringer ausgefallen als in den
meisten Vorjahren. Zudem war die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen höher als
meistens in diesem Monat in den vergangenen zehn Jahre und die Zahl der gemeldeten
Stellenangebote (3.791) war vergleichsweise gering.
Betriebe agieren bei der Besetzung neuer Arbeitsstellen weiterhin zurückhaltend.
Von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen brauchen
deshalb bei der Stellensuche vergleichsweise länger. Mit 2.403 waren im April mehr Menschen
(+235) von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.
Andererseits lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen (+177) im April den dritten
Monat in Folge in etwa auf dem Niveau des Vorjahresmonats. In den Monaten zuvor hatten wir
jeweils einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich zu verzeichnen. Dabei sehen wir
in den einzelnen Gebietskörperschaften in unserem Agenturbezirk ein unterschiedliches Bild:
Während in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen (-31) und Miesbach (-103) weniger
Menschen arbeitslos gemeldet waren als vor einem Jahr, lag der Wert in der Stadt (+78) und
im Landkreis Rosenheim (+233) darüber.
Und auch eine aktuell veröffentlichte regionalen
Arbeitsmarktprognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass
die Lage auf dem Arbeitsmarkt in unserer Region weiterhin stabil ist: Demnach sollen
Arbeitslosigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Agenturbezirk
Rosenheim 2026 in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Der Arbeitsmarkt bietet also auch
Chancen.“
Stand auf dem Ausbildungsmarkt – Start im September:
Eine abgeschlossene Berufsausbildung sei der beste Garant für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn mit einem höheren Einkommen, einem sichereren Arbeitsplatz und besseren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten als im Helferbereich.
Im April waren 941 junge Menschen registriert, die noch eine Ausbildungsstelle suchten, 857 hatten ihren beruflichen Weg bereits gefunden.
Dr. Cujai wendet sich an die Jugendlichen, die im Sommer die Schule abschließen und noch nicht wissen, wie es danach für sie weitergeht, und sagt: „Schreibt unseren Berufsberater eine Mail an
Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de.
Die Kollegen unterstützen dabei, die passende Ausbildung, weiterführende Schule oder die richtige Studienrichtung zu finden, und helfen bei der Suche nach Angeboten sowie bei Bewerbungen. Zudem möchte ich Euch einladen, am 19. Mai zwischen 13 und 17 Uhr ohne vorherige Anmeldung zur „Last-Minute – Ausbildungsstellen-Börse“ in die Agentur für Arbeit in Rosenheim zu kommen.“
Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirks Rosenheim:
Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent (Vormonat:
5,4 Prozent; April 2025: 5,3 Prozent). Derzeit sind 2.050 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit.
Bei den Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die Agentur für
Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen
um 24 auf 1.113. Für 937 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden, 23 mehr als im März, ist das
Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.139 erwerbsfähige
Leistungsberechtigte, die in 1.663 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. – 3 –
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im April eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent
auf (Vormonat: 2,3 Prozent; April 2025: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.742 beschäftigungslosen
Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 1.092 Männer und Frauen, 55 mehr als vor einem Monat,
nach dem SGB III in den Agenturen für Arbeit Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 650
arbeitslose Kundinnen und Kunden, 44 weniger als im März, werden nach dem SGB II durch das
Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.213 erwerbsfähige
Leistungsberechtigte, die in 1.667 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.634 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet. Dies
entspricht einer Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent (Vormonat: 3,1 Prozent; April 2025: 3,0
Prozent). Davon sind 1.076 arbeitslose SGB III-Kundinnen und -Kunden bei der Agentur für Arbeit
in Holzkirchen gemeldet, 115 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II
Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener
kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Dort sind 558 Menschen arbeitslos
gemeldet, 26 weniger als im März. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.387 erwerbsfähige
Leistungsberechtigte, die in 1.102 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
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