RoMed-Chefärzte in zwölf Fachgebieten die „Top-Mediziner 2026“

Ob komplexe Eingriffe an der Wirbelsäule, die roboter-assistierte Chirurgie von Lungentumoren oder minimal-invasive Operationen am Verdauungstrakt – im Klinikverbund der RoMed arbeiten spezialisierte Teams mit hoher Präzision und nach neuesten medizinischen Standards. Fünf Chefärzte wurden in insgesamt zwölf Fachgebieten jetzt von FOCUS Gesundheit als „Top-Mediziner 2026“ ausgezeichnet.

Das Foto zeigt von links

Prof. Dr. Kai Nowak und Dr. Ertan Mergen,

Prof. Dr. Stefan von Delius sowie Prof. Dr. Christian Zeckey

und Prof. Dr. Stephan Budweiser.

Dies unterstreiche sowohl die fachliche Bandbreite als auch die standortübergreifende Zusammenarbeit, wie im chirurgischen sowie orthopädisch-unfallchirurgischen Zentrum Bad Aibling-Rosenheim: „Diese Auszeichnung bestätigt unseren täglichen Anspruch. Mein besonderer Dank gilt allen Teams für ihren hervorragenden Einsatz“, sagt Privatdozent Dr. Andreas Bauer, Ärztlicher Direktor.

Ein Blick in die Fachbereiche zeigt, wie differenziert das medizinische Spektrum des RoMed-Verbunds aufgestellt ist:

Experte für Lungenkrebs, Asthma und COPD

Prof. Dr. Stephan Budweiser gehört zu den überregional anerkannten Spezialisten für
Lungentumoren, Asthma bronchiale, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und
Lungenemphysem. In ärztlichen Befragungen ebenso wie anhand wissenschaftlicher
Leistungen und Behandlungsergebnissen wird seine Expertise regelmäßig hervorgehoben.
Als Leiter des Kooperativen Lungenkrebszentrums Oberbayern Süd, welches zur
Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ansteht, gestaltet er die
onkologische Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs maßgeblich. Gemeinsam mit den
zuweisenden Ärztinnen und Ärzten der Region treibt er das neue Präventionsangebot
Lungenkrebs-Screening voran. Darüber hinaus nimmt er eine führende Rolle in zahlreichen
klinischen Studien ein. Seine Behandlungsschwerpunkte reichen von der inhalativen
Differenzialtherapie einschließlich Biologika bei Asthma und COPD bis zur
Sauerstofflangzeittherapie, endoskopischen Lungenreduktion, nicht-invasiven Beatmung und
nasalen high-flow Therapie. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes Schulungs- und
Beratungsangebot für Patienten.

Hightech für Hochpräzisions-Strahlentherapie

Die beiden Fachbereiche Strahlentherapie und Nuklearmedizin stehen unter der Leitung von
Dr. Ertan Mergen, einem ausgewiesenen Spezialisten für PET-CT-gestützte
Hochpräzisionsbestrahlung. Als eine der größten Strahlentherapien in Bayern werden über
Rosenheim große Teile Südostbayerns bzw. etwa 700.000 Einwohner versorgt. Pro Jahr
erfolgen etwa 60.000 Behandlungen, getragen von moderner Technik wie einem
Strahlentherapie-eigenen PET-CT und einem 3-Tesla-MRT. Auch überregional und
international wird die Expertise nachgefragt: Aufträge aus dem gesamten Bundesgebiet und
Ausland werden an mehreren Standorten umgesetzt.

Minimalinvasive Chirurgie mit roboterassistierter Expertise

Prof. Dr. Kai Nowak ist spezialisiert auf Erkrankungen des Verdauungstrakts – von
Speiseröhre und Magen bis zu Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Gallenwegen – und
bringt seine chirurgische Erfahrung regelmäßig auch bei komplexen Tumoroperationen ein.
Am zertifizierten viszeralonkologischen Zentrum und Referenzzentrum für minimalinvasive
Chirurgie und Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes operiert er mit dem
roboterassistierten System „Da Vinci“, etwa bei Darmkrebs, Lungenkrebs, Eingriffen an
Bauchspeicheldrüse, Magen und Speiseröhre. Die Technik ermöglicht besonders präzise und
gewebeschonende Operationen. Seine operative Praxis beruht auf langjähriger Erfahrung und
wird sowohl von Fachkollegen als auch in Befragungen zur medizinischen Qualität sehr
geschätzt.

Moderne Endoskopie im zertifizierten Darmkrebszentrum

Prof. Dr. Stefan von Delius ist Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 und zählt seit vielen Jahren
zu den führenden Gastroenterologen Deutschlands. Er ist spezialisiert auf die interventionelle
Endoskopie zur schonenden Behandlung von Erkrankungen von Speiseröhre, Magen und
Darm sowie Gallenwege und Bauchspeicheldrüse. Sein Leistungsspektrum umfasst
minimalinvasive Tumorentfernungen mit Endoskopen bis hin zu komplexen Eingriffen an
Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen. Darüber hinaus wurde Prof. Dr. von Delius für
herausragende Diagnostik und Behandlung von Tumoren des Verdauungssystems
ausgezeichnet.

Unfall- und Wirbelsäulen-Chirurgie auf internationalem Niveau

Prof. Dr. Christian Zeckey leitet das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie das
zertifizierte überregionale Traumazentrum. Er verantwortet ein umfassendes operatives
Spektrum: In der Unfallchirurgie stehen komplexe Frakturversorgungen von Becken,
Wirbelsäule, großen Gelenken und langen Röhrenknochen im Mittelpunkt. Dabei kommen
neben biologischen Lösungen auch Ersatzverfahren durch künstlichen Gelenkersatz und
Revisionsprothesen zur Anwendung. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die
Kindertraumatologie sowie Korrektureingriffe, bspw. bei fehlverheilten oder nicht verheilten
Frakturen. In der Wirbelsäulenchirurgie zählen minimalinvasive stabilisierende und
dekomprimierende Verfahren an Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule auch unter Nutzung von
3D-Navigation ebenso zu seinen Kernkompetenzen wie die Implantation von
Wirbelkörperersatzsystemen. Ergänzt wird das operative Angebot durch konservative
stationäre Therapie. Prof. Dr. Zeckey ist durch Publikationen, Empfehlungen und
Fachgesellschaftsarbeit international vernetzt und steht für höchste Behandlungsqualität.

Wie entstehen die Empfehlungen?

Ein unabhängiges Recherche-Institut spricht zunächst bundesweit Mediziner über das
Fachkönnen ihrer Kollegen an. Eine zentrale Frage ist dabei: Von wem würde man sich selbst
oder einen nahen Angehörigen bei einer bestimmten Erkrankung behandeln lassen? Im
Weiteren wird überprüft wie viele wissenschaftliche Publikationen ein Arzt veröffentlicht und
wie viele Zertifikate und Weiterbildungsbefugnisse er besitzt. Dann können die Ärzte selbst
Angaben zum Behandlungsspektrum in einem Fragebogen machen. Schließlich fließen
Interviews mit Patientenverbänden und Recherchen in Foren und Bewertungsportalen in die
Auswertung ein.

Hintergrund 

Jedes Jahr werden Primärdaten erhoben und Daten aus öffentlichen Quellen recherchiert.
42.000 Mediziner erhalten einen ausführlichen Fragebogen zur Selbstauskunft, beispielsweise
zu ihren medizinischen Qualifikationen und ihrem Behandlungsangebot. Auch ihr Engagement
in Wissenschaft, Lehre und Forschung wird abgefragt. Ein Kriterium ist auch die Reputation:
Jeder Mediziner wird gefragt, von welchem Kollegen oder welcher Kollegin er sich selbst oder
Angehörige behandeln lassen würde. Insgesamt 1,1 Millionen Datenpunkte hat das
Rechercheinstitut FactField so erhoben. Das Team aus Research Analysten, Data Scientists
und IT-Spezialisten hat zudem 2,3 Millionen wissenschaftliche Publikationen nach Arbeiten
der entsprechenden Mediziner durchforstet. Am Ende der Recherche werden die Daten nach
Fachgebieten und Indikationen sortiert und nach einem differenzierten System ausgewertet.

Foto: RoMed Kliniken 

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