Wasserburg verliert nach elf Siegen am Stück bei Abstiegskandidat mit 1:3

Nach elf Ligasiegen in Folge ist die Serie des TSV 1880 Wasserburg am Samstagnachmittag in Garmisch-Partenkirchen gerissen. Vor allem nach der Winterpause hatten die Löwen ihre Gegner teilweise überrollt, im Heimatort von Slalomlegende Felix Neureuther haben die auf vier Positionen im Vergleich zum Derbysieg gegen Rosenheim veränderten Innstädter klassisch eingefädelt und mussten die weite Heimreise ohne Punkte antreten.

„Wir sind alle enttäuscht und nicht zufrieden, was das Ergebnis betrifft. Darüber hinaus sind wir auch mit der Leistung nicht unbedingt einverstanden“, kritisierte der Cheftrainer. „Wir hatten keine guten Lösungen mit Ball und haben uns vor dem eigenen Tor nicht konsequent genug angestellt, um das eigene Gehäuse zu schützen. Und daraus resultierend kommt dann dieses Ergebnis zustande.“ Die von Heller angesprochene fehlende Konsequenz nutzten die Hausherren mit relativ simplen Mitteln gnadenlos aus. Dreimal war es ein weiter Ball, der unzureichend verteidigt wurde. Vor der Ecke zum 1:0 wurde der Ball nicht geklärt, zu allem Überfluss legte sich Eduard Dressler bei seinem Debüt die an sich harmlose Hereingabe ins eigene Tor (14.). Diesen Lapsus konnte Michael Barthuber zehn Minuten später noch korrigieren. Nach einem Ball in die Tiefe von Johannes Lindner war der Kapitän frei durch und schob eiskalt zum 1:1 ins lange Eck ein (24.).

„Wir waren nicht bei hundert Prozent, es hat heute dann schon ein bisschen was gefehlt. Und ich habe es schon oft genug betont, dass wir dann auch gegen jeden Gegner in der Landesliga Schwierigkeiten bekommen, Spiele zu gewinnen. Das ist bekannt und weiß man mittlerweile auch“, resümierte Heller. Auch beim 2:1 durch Jonas Poniewaz fehlten ein paar Prozent. Zunächst wurde erneut ein weiter Ball nicht richtig abgewehrt, dann rutschte die Hereingabe von rechts auch noch zu Poniewaz durch, der im Rückraum eingelaufen war und platziert einschoss (72.). Angesichts der zahlreichen Ausfälle fehlten den Löwen vorne auch die Stürmeroptionen, um noch einmal nachzulegen und mit der Brechstange den Ausgleich zu erzwingen.

Das 3:1 durch einen Schlenzer von Jonas Schrimpf ins lange Eck nahm den Gästen endgültig den Wind aus den Segeln (89.). Seit der Platzwart dem Garmischer Trainer nicht mehr in die Aufstellung reinredet, wie unter Khaled Abdo geschehen, und der Trainer gewechselt wurde, sind die Werdenfelser unter Stefan Schwinghammer zwar immer noch vom Abstieg bedroht, aber wieder brandgefährlich.

„Heute hat es uns erwischt. Es bricht aber trotzdem keine Welt zusammen“, so Heller, der das Wochenende entsprechend einordnen kann. „Am Dienstag werden wir in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Murnau gehen. Diese Niederlage wird mit Sicherheit noch ein wenig in den Gliedern hängen, keine Frage. Das soll und darf aber auch so sein.“ Aus dem schmerzhaften und zuletzt ungewohnten Gefühl der Niederlage müssen die Löwen neues Feuer für den Endspurt in der Landesliga Südost entfachen. „Wir werden dann ab Dienstag versuchen, Dinge besser zu machen. Und dann schauen wir, dass wir diese Niederlage wieder wettmachen können. Das ist die Aufgabe.“

Wasserburg: Dressler, Biegel (91. Obermaier), Lindner, Brich (85. Dumitru), Rauscher, Stellner, Dittrich, Rubio Gonzalez (76. Haunolder), Barthuber (77. Simeth), Voglmaier, Vieregg (70. Lechner)

Tore: 1:0 Eduard Dressler (14., Eigentor), 1:1 Michael Barthuber (24.), 2:1 Jonas Poniewaz (72.), 3:1 Jonas Schrimpf (89.)

Schiedsrichter: Stefan Dorfner (SV Falkenfels)

JAH

 

Schaufenster