Gestern dem Gemeinderat Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung präsentiert
Die kommunale Wärmeplanung empfiehlt im Ergebnis für die Gemeinde Pfaffing – wie berichtet – die Errichtung eines Nahwärmenetzes im Bereich des Ortskerns näher zu prüfen. Der Auftrag zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung war nach Durchführung eines öffentlichen Vergabeverfahrens an das „Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV)“ vergeben worden.
Im Rahmen der gestrigen Gemeinderatssitzung in Pfaffing wurde nun der Abschlussbericht durch Adrian Hausner (im Bild rechts) vom Büro INEV anschaulich vorgestellt.
Die Gemeinde Pfaffing hatte im Jahr 2024 einen Antrag auf Förderung im Rahmen der Richtlinie zur Bundesförderung für effizienten Klimaschutz gestellt gehabt. Es geht darum, dass die Treibhausgas-Emissionen nachhaltig reduziert werden. Aufgrund der frühzeitigen Antragstellung profitiert die Gemeinde Pfaffing von einer
Förderquote in Höhe von 90 Prozent und konnte im Juli 2025 mit der kommunalen Wärmeplanung beginnen – wir berichteten.
Die kommunale Wärmeplanung sei als strategischer Rahmen zu verstehen und stelle keinen abschließenden Maßnahmenkatalog mit rechtlicher Wirkung dar.
Es ging bei der Präsentation um eine Bestands-Analyse sowie eine Potential-Analyse. Mit genauerem Blick auf die Regionen Pfaffings in Bezug auf Geothermie, PV, Solarthermie, Holz-Pellets oder auch Strom und Windkraft.
Die vorgelegten INEV-Analysen zeigten, dass sowohl Potenziale für dezentrale als auch für zentrale Wärmeversorgungs-Lösungen bestehen würden. Insbesondere im Ortskern der Gemeinde aber biete sich aufgrund der Siedlungsstruktur, so Hausner, eine gute Voraussetzung für die Umsetzung eines Wärmenetzes an …
Er empfahl, im Anschluss an die kommunale Wärmeplanung die Prüfgebiete Rettenbach und Forsting vertieft im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu untersuchen, um eine mögliche Umsetzung weiter voranzubringen.
In der anschließenden kurzen Diskussion wünschte sich Stefan Reich von der Freien Wählergemeinschaft Rettenbach, dass ein eventueller privater Betreiber doch auf diese Analysen zurückgreifen könne. Es sei doch allein aus Kostengründen nicht nötig, da noch einmal eine komplett eigene Planung aufzuziehen. Hausner entgegnete, dass auch das INEV-Büro eine Machbarkeitsstudie erstellen könne aufgrund der vorliegenden Präsentation. Aber ebenso könne diese Studie ein eventueller Betreiber erstellen. Tobias Forstner von der ÜWG hoffte dazu, dass die INEV-Analysen nicht in der Schublade verschwinden mögen.
Der Gemeinderat Pfaffing stimmte dem vorgelegten Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Pfaffing mit einer Gegenstimme zu.
Fotos: Renate Drax
Das Zielszenario für Pfaffing – laut INEV – in den kommenden Jahren zum Wärmeverbrauch je nach Energieträger …
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