Viel Applaus für das „Gero Hensel Ensemble" im Wasserburger Gimplkeller

Mit einem facettenreichen Jazzabend hat das „Gero Hensel Ensemble“ im Wasserburger Gimplkeller rund 30 Zuhörer begeistert. Wiederum hatte die Jazzinitiative Wasserburg eingeladen und hat damit einen weiteren Höhepunkt ihrer Veranstaltungsreihe hinzugefügt.

Der Trompeter und Komponist Gero Hensel präsentierte gemeinsam mit Fiona Grond (Gesang), Masako Sakai (Klavier), Peter Cudek (Bass) und Flurin Mück (Schlagzeug) ein Programm, das stilistisch weit über klassische Jazzkonventionen hinausging. Hensels Musik verbindet dabei den warmen, traditionsbewussten Jazzsound mit modernen Strömungen und integriert Elemente der klassischen Musik sowie folkloristische Einflüsse aus dem Balkan und der Worldmusik.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich dies im fein abgestimmten Zusammenspiel der Musiker. Hensels Trompetenspiel wirkte erzählerisch – weich und beinahe gesanglich, dann wieder klar und strahlend. Die Stimme von Fiona Grond fügte sich sensibel in das Gesamtklangbild ein und verlieh den Stücken zusätzliche emotionale Tiefe. Das rhythmische Fundament von Cudek und Mück sowie die vielschichtigen Harmonien von Sakai sorgten für ein dichtes und zugleich transparentes Klanggewebe.

Das Konzert stand im Zusammenhang des Albums „Reminiscence“, das Ende vergangenen Jahres beim Label TCB – The Montreux Jazz Label erschienen ist.

Der Abend in Wasserburg zeigte eindrucksvoll, dass anspruchsvoller Jazz auch im kleinen Rahmen große Wirkung entfalten kann – getragen von musikalischer Qualität, Spielfreude und einem aufmerksamen Publikum.  

MJV

Fotos: Manfred Braun

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