Starker 7:4-Erfolg der Starbulls gestern Abend - Playoff-Viertelfinals gehen morgen weiter

Diese Serie hat es in sich: Auch im vierten Spiel ging die Heimmannschaft in Führung – und verlor. Wie im dritten Aufeinandertreffen fielen elf Tore – diesmal aber allesamt in der regulären Spielzeit. Der 7:4-Erfolg der Starbulls Rosenheim am gestrigen Mittwoch-Abend in der Regensburger Donau-Arena vor 4.422 Zuschauern bedeutet den Ausgleich – zum 2:2 in der Best-of-Seven-Serie des Playoff-Viertelfinales in der DEL2.

Am morgigen Freitag geht es nun mit dem fünften Duell im Rosenheimer ROFA-Stadion weiter. Wie schon in den letzten drei Partien wird ein Spieler der Eisbären Regensburg dann wegen eines bösen Fouls gesperrt sein.

Nach dem Rekordspiel im ROFA-Stadion am vergangenen Sonntag, in dem – wie berichtet – die Entscheidung erst in der vierten Verlängerung nach insgesamt 122 Minuten und 35 Sekunden zugunsten der Eisbären Regensburg fiel, war die Angelegenheit gestern nach 60 Minuten regulärer Spielzeit und nach dem Rosenheimer Empty-Net-Treffer zum 7:4 in der 58. Spielminute geklärt.

Trotzdem leistete sich der Regensburger Aleandro Angaran 46 Sekunden vor Spielende ein böses Stockfoul an Luigi Calce, das die Unparteiischen folgerichtig mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe ahndeten. Weil es bereits Angarans zweite große Strafe mit Ausschluss in der Viertelfinalserie gegen die Starbulls ist, wird der gebürtige Südtiroler auf alle Fälle morgen im fünften Spiel gesperrt sein.

Im vierten Spiel am Mittwochabend fehlte bei den Eisbären der US-Amerikaner Alex Berardinell. Er war nach einem gefährlichen Kniecheck gegen Lewis Zerter-Gossage in der Anfangsphase der ersten Verlängerung am Sonntag, der von keinem der vier Unparteiischen erkannt wurde, nachträglich für eine Partie gesperrt.

Dafür fand der Kanadier David Morley, der im dritten Duell wegen einer Sperre nach einem Stockcheck gegen Lukas Laub aussetzen musste, wieder Platz in der Regensburger Aufstellung.

Rosenheims Headcoach Jari Pasanen holte Torwart Oskar Autio und die Stürmer Charlie Sarault, Jordan Taupert und Johannes Achatz ins Line-up zurück; dafür pausierten Teemu Pulkkinen und Wyatt Schingoethe.

Das erste Drittel des vierten Spiels gehörte über weite Strecken den gastgebenden Eisbären. Sam Payeur, bereits im Spiel zuvor Doppeltorschütze, traf mit einem satten Handgelenkschuss von halblinks ins rechte obere Eck zur Regensburger Führung (5.). Die Starbulls fanden offensiv nur punktuell statt, hatten durch Shane Hanna und Luigi Calce aber zwei ganz dicke Ausgleichschancen – und überstanden zwei Mal zwei Unterzahlminuten, in denen sie recht solide agierten.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts knallte ein Schuss von Matej Leden an den Pfosten des Rosenheimer Tores – doch dann wendete sich das Blatt: Lukas Laub traf per Flachschuss aus dem rechten Bullykreis, den Regensburgs Keeper Jonas Neffin durch die Schoner rutschten ließ, zum 1:1 (25.).

Lewis Zerter-Gossage versenkte die von der Bande hinter dem Tor zurückprallende Scheibe nach einem abgefälschten Schuss von Maximilian Adam ins offene kurze Eck zur 2:1-Führung (27.).

Und Charlie Sarault staubte beim ersten Starbulls-Powerplay nach einem hängengebliebenen Schuss von Scott Feser reaktionsschnell zum 3:1 ab (29.).

Die Grün-Weißen hatten Oberwasser – aber 16 Sekunden vor Drittelende Pech. Denn in einer an sich ungefährlichen Situation fand der zuletzt von Jeremy Bracco gespielte Puck den zufälligen Weg von der Schlittschuhkufe von C.J. Stretch durch die „Hosenträger“ von Torwart Autio in den Rosenheimer Kasten zum 3:2-Anschlusstreffer für Regensburg. Die Starbulls brauchten aber nur acht Sekunden, um acht Sekunden vor der zweiten Pause die Zwei-Tor-Führung wieder herzustellen. Scott Feser versenkte einen langen Querpass von Sarault per Direktabnahme zum 4:2.

Im Schlussdrittel traf Luigi Calce den Ex-Rosenheimer Pascal Zerressen mit dem hohen Stock im Gesicht und musste für zwei plus zwei Minuten auf die Strafbank. Bryce Kindopp verkürzte im sehr gut vorgetragenem Eisbären-Powerplay auf 4:3 (45.), Oskar Autio verhinderte in den Minuten danach mit starken Paraden den möglichen Regensburger Ausgleich.

Nach einigen zerfahrenen Momenten fasste sich Luigi Calce ein Herz, zog einfach mal von der blauen Linie ab und traf via Innenpfosten zum 5:3 für Rosenheim (49.). Diesmal schlugen die Hausherren unmittelbar zurück und verkürzten nur 16 Sekunden später auf 5:4. Beim noch leicht abgefälschten Schuss von Sean Giles von der blauen Linie hatte Oskar Autio wegen Spielern in der Schussbahn keine Abwehrchance. Gegen Nick Mähler war der Rosenheimer Schlussmann dann aber bravourös zur Stelle und konservierte die Führung seiner Farben (51.).

Bei beiden Teams machten sich nun Nachwehen des 123-Minuten-Marathons drei Tage zuvor bemerkbar – nicht aber bei Luigi Calce. Er setzte sich auf der linken Seite energisch durch und gab nach innen zu Fabian Dietz, der die Scheibe über den Pfosten und den Rücken von Torwart Neffin zum 6:4 über die Linie brachte (55.). Den Regensburger Versuch, ohne Torwart und mit sechs Feldspielern zum erneuten Anschlusstreffer zu kommen, wehrten die Starbulls erfolgreich ab. Nach Scheibeneroberung durch Zerter-Gossage und Weiterleitung von Feser fixierte Charlie Sarault ins leere Tor den 7:4-Endstand.

Weiter geht’s in der Playoff-Viertelfinalserie mit dem fünften Spiel am morgigen Freitag auf Rosenheimer Eis (19.30 Uhr, ROFA-Stadion).

Die Starbulls Rosenheim wollen endlich den ersten Heimsieg gegen die Eisbären Regensburg feiern und die Vorlage für den möglichen Halbfinal-Einzug im sechsten Spiel schaffen, das am Sonntag in Regensburg stattfindet.

Letzte Eintrittskarten, die aus dem Re-Sale kurzfristig verfügbar werden, sind buchbar auf

www.starbulls.de/tickets.

Die Liveübertragung des Spiels gibt’s bei www.sporteurope.tv.

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