Rosenheim-Landl-Rohrdorf: Umweltausschuss des Landkreises einstimmig dafür
Mit dem Zug von Rohrdorf nach Rosenheim fahren, das geht derzeit nur wenn Herbstfest ist. Dann nämlich zieht eine historische Diesel-Lok einen nostalgischen Personenwagen. Bekannt ist das Duo als Wiesn-Express. Möglicherweise wird die Bahn-Strecke, die normalerweise nur für Güterverkehre genutzt wird, wieder Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Der Umweltausschuss des Landkreises Rosenheim hat sich jetzt einstimmig für eine Reaktivierung der Strecke Rosenheim- Rohrdorf-Landl ausgesprochen.
Neben dem Umweltausschuss müssen sich noch der Kreisausschuss und der Kreistag mit dem Thema beschäftigen. Erst wenn auch sie einen positiven Beschluss gefasst haben, ist ein erster Schritt zur Einleitung eines Reaktivierungsprozesses erfolgt. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte beantragt, einen Grundsatzbeschluss zur dauerhaften Reaktivierung des Personenzugverkehrs zu prüfen.
Das Landratsamt Rosenheim meldete das Vorhaben im Vorfeld schon an den MVV. Dieser arbeitete es bereits in ein Positionspapier mit dem Titel „Zukunftsperspektiven für den Schienenpersonennahverkehr“ ein. Damit ist die Reaktivierung bereits Teil der langfristigen Vision der Partner im MVV zur Ausgestaltung eines sogenannten „Bahnknotens München 2050“.
Bevor es aber soweit ist, müssen nicht nur der Kreisausschuss und der Kreistag zustimmen, sondern auch mehrere Kriterien geprüft und erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem ein ausreichendes Nachfragepotential bei den Fahrgästen sowie eine Bahnstrecke, die einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr ermöglicht.
Im September 1970 wurde der Personenverkehr auf der Schiene zwischen Rosenheim und Rohrdorf eingestellt. Die Lokalbahnstrecke führte damals über Rohrdorf hinaus bis nach Frasdorf.
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