200 Besucher beim Rosenheimer Pflanzenbautag

Rosenheim – Beim diesjährigen Pflanzenbautag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Rosenheim und des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Rosenheimer Land standen heuer wichtige Themen zur Erzeugung von Grundfutter aus Mais und Grünland im Mittelpunkt. Rund 200 Besucher informierten sich über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Lösungsansätze im Pflanzenbau.

Josef Grandl, Vorsitzender des vlf, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer. Anschließend ging Anna Bruckmeier, Leiterin des AELF Rosenheim, in Ihrem Grußwort auf die Bedeutung der pflanzenbaulichen Beratung für die Betriebe in der Region ein. Durch das Programm führte Moderator Maximilian Satzl, AELF Rosenheim, der zu Beginn auf den engen Zusammenhang zwischen Grundfutterleistung und wirtschaftlichem Erfolg in der Milchviehhaltung hinwies.

Als erster Programmpunkt gab Dr. Ludwig Lichtenegger von der K+S zunächst Einblicke in die Düngerproduktion des Unternehmens, das eines der letzten Salzbergwerke Deutschlands betreibt, und ging dabei auch auf aktuelle Herausforderungen sowie deren Lösungsansätze ein. Darüber hinaus zeigte er auf, welche Rolle eine ausgewogene Nährstoffversorgung sowohl im Mais als auch im Grünland spielt und wo in der Praxis häufig noch Optimierungspotenzial besteht.

Im Anschluss erläuterte Johannes Holzhauser von der Saaten-Union die Bedeutung der Saat für hohe Maiserträge. Entscheidend sei dabei vor allem ein gleichmäßiger Feldaufgang. Von der Bodenbearbeitung über Witterungseinflüsse bis hin zur passenden Aussaattechnik und einem optimal vorbereiteten Saatbett stellte er die maßgeblichen Einflussfaktoren vor.

Im letzten Vortrag präsentierten Johannes Überacker vom AELF Rosenheim und Landwirt Josef Linner, Demobetrieb des AELF, Ergebnisse eines Praxisversuchs im Grünland. Dabei wurden verschiedene Techniken zum Grünlandumbruch mit anschließender Nachsaat erprobt, um die Problemgräser Gemeine Rispe und Bastardweidelgras zu bekämpfen. Zum Abschluss informierte Überacker über die neuen Regelungen zur Gülleverdünnung.

Der gut gefüllte Saal und die rege Beteiligung mit zahlreichen Fragen unterstrichen das große Interesse der Landwirte aus der Region. Der Pflanzenbautag macht deutlich, wie wichtig fachlicher Austausch und praxisnahe Beratung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sind.

Unser Bild zeigt von links Anna Bruckmeier, Maximilian Satzl, Josef Linner, Johannes Holzhauser, Dr. Ludwig Lichtenegger, Josef Grandl und Johannes Überacker.

 

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