Gestern wieder eine Overtime der Starbulls gegen die Kassel Huskies - Diesmal verloren
Auch das vierte DEL2-Hauptrunden-Duell der Starbulls Rosenheim mit den Kassel Huskies ging beim Stand von 2:2 nach 60 Minuten in die Verlängerung. Nachdem drei Mal zuvor jeweils die Grün-Weißen triumphierten, holten sich diesmal am drittletzten Spieltag die Nordhessen den 3:2-Overtime-Sieg.
In einem Topspiel, das bereits Playoff-Charakter hatte, gingen die Starbulls durch Ville Järveläinen und Charlie Sarault zweimal in Führung und ließen in den Schlussminuten hochkarätige Torchancen für einen Sieg nach regulärer Spielzeit liegen.
Als Kassels Torwart Oleg Shilin einen Schuss von Temuu Pulkkinen parierte, bot sich Charlie Sarault die Chance zum Abstauber aus kurzer Distanz auf das leere Tor – doch Huskies-Verteidiger Bode Wilde lenkte den Puck mit dem Stock über die Latte (53.). Eine Minute später fuhren Luigi Calce und Fabian Dietz auf das Kasseler Tor zu, spielten Doppelpass, aber Torwart Oleg Shilin hechtete den Abschluss von Calce spektakulär von der Linie. Gut zwei Minuten vor der Schlusssirene war Shilin geschlagen, aber der Schuss von Calce schrammte knapp am Pfosten vorbei.
Mit dem möglichen Dreier wären die Starbulls bis auf einen Punkt am Tabellenzweiten Kassel dran gewesen. Nun beträgt der Rosenheimer Rückstand auf die Huskies zwei Spieltage vor dem Hauptrundenende fünf Zähler. Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen trauerte den vergebenen Großchancen natürlich nach, zeigte sich aber mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Die Jungs haben hervorragend gespielt und sehr gut verteidigt. Es ist nicht leicht, so geduldig zu spielen. Für mich war es das beste Spiel von den vier Spielen gegen Kassel und das intensivste; man sieht, dass die Playoffs in die Nähe kommen.“
Auch Kassels Headcoach Todd Woodcroft sprach von einem Playoff-Spiel, das sich zwei sehr gute Mannschaften lieferten. Er hob seinen Torwart Oleg Shilin heraus und attestierte ihm eine fantastische Leistung mit Wahnsinnsparade in der Schlussphase, die den Huskies die vierte Verlängerung im vierten Spiel gegen Rosenheim erst ermöglichten.
Nicht nur Shilin lieferte am gesgtrigen Sonntagabend vor 4.642 Zuschauern in der Probonio-Arena eine herausragende Leistung ab – auch Starbulls-Schlussmann Christopher Kolarz spielte stark.
Er glänzte vor allem Mitte des zweiten Spielabschnitts mit tollen Paraden, als die Gastgeber eine deutliches Chancenübergewicht hatten. Bevor die Starbulls im Schlussabschnitt drauf und dran waren, den Siegtreffer zu erzielen, kratzte Kolarz nach einem Abstauber von Hunter Garlent den Puck mit einem spektakulären Reflex noch von der Torlinie (47.).
Ville Järveläinen hatte die Grün-Weißen, die ohne Lewis Zerter-Gossage, Jordan Taupert, Maximilian Vollmayer und Johannes Achatz antreten mussten, früh in Führung gebracht. Er versenkte die uneigennützige Ablage von C.J. Stretch, der den Puck von Lukas Laub erhielt und frei vor dem Tor stand, aus kurzer Distanz (3.). Die Defensive der Huskies hatte sich zum Ende eines Rosenheimer Powerplays zuvor befreien können, war beim Neuangriff dann aber unsortiert.
Auch der zweite Rosenheimer Führungstreffer entsprang einem Überzahlspiel. Er fiel allerdings erst in dem Moment, als Kassel Bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis gerade abgelaufen war. Charlie Sarault nahm einen Diagonalpass von Scott Feser direkt und traf aus halblinker Position satt ins rechte Eck; Fabian Dietz arbeitet am Torraum gut und nahm Oleg Shilin die Sicht (36.).
Dem Ausgleichstreffer der Huskies zum 1:1 ging ein unnötiger Rosenheimer Puckverlust an der Bande voraus. Yannik Valenti fing den zu laschen Befreiungsversuch ab und bediente Darren Mieszkowski im Slot, der das Spielgerät ohne zu Zögern flach ins linke Eck jagte (9.). Das Ausgleichstor zum 2:2 gelang den Schlittenhunden 34 Sekunden nach der zweiten Pause. Diesmal verfehlte Mieszkowski das Gehäuse deutlich, aber der satte Schuss prallte von der Bande hinter dem Tor zurück und Dominic Turgeon drückte ins kurze Eck ein, bevor Torwart Kolarz es dicht machen konnte (41.).
Die vierte Verlängerung im vierten Hauptrundenduell zwischen Kassel und Rosenheim – jeweils beim Spielstand von 2:2 – dauerte ganze acht Sekunden. C.J. Stretch hatte das Anspiel zur Overtime eigentlich gewonnen, aber die Hausherren setzten nach und erzwangen das Scheibenglück. Mitchell Hoelscher bediente Hunter Garlent und der Topscorer der Huskies tanzte Christopher Kolarz aus und versenkte den Puck eiskalt.
Foto: Starbulls Presse / JMD Photographie
Schaufenster

