Jahresbilanz und Hans Stecher neuer Ehrenkommandant - Vorschau aufs 155-Jährige

Die Feuerwehr Griesstätt hielt jetzt ihre Jahreshauptversammlung im voll besetzten Saal des Feuerwehrhauses ab. Zahlreiche aktive Mitglieder, Vereinskameraden, Ehrenmitglieder sowie Vertreter der Gemeinde und der Kreisbrandinspektion waren der Einladung gefolgt. Neben dem Rückblick auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr standen vor allem die Vorbereitungen für das große, 155-jährige Jubiläum im Mittelpunkt der Veranstaltung, das heuer im Juni gefeiert wird.

Ein Höhepunkt des Abends war für ihn – Hans Stecher (Bildmitte). Für seine langjährigen Verdienste um die Griesstätter Feuerwehr wurde er zum Ehrenkommandanten ernannt. Links Vorstand Alex Maier und rechts Kommandant Georg Weiderer.

Nach der Begrüßung eröffnete Vorstand Alex Maier die Versammlung mit einer Gedenkminute für die im Jahr 2025 verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr. Anschließend ging er auf die geselligen Höhepunkte des vergangenen Jahres ein – darunter das Ausrichten des traditionellen Gartenfestes und der gemeinsame Ausflug
mit dem THW nach Burghausen. Auch die Besuche bei diversen Feuerwehrfesten in der Nachbarschaft sowie die tatkräftige Unterstützung anderer Vereine in der Advents- und Weihnachtszeit kamen nicht zu kurz. Weisertwecken, Störche und das „Entleihen” von Firstbäumen durften ebenso wenig fehlen – ebenso wie eine aktive Beteiligung am jährlichen Ferienprogramm.

In seinem Tätigkeitsbericht ging Kommandant Georg Weiderer auf die Leistungen der Aktiven ein, die im vergangenen Jahr insgesamt 68 Einsätze abzuarbeiten hatten.

Diese gliederten sich hauptsächlich in acht Brandeinsätze und 51 technische Hilfeleistungen (inklusive Verkehrsunfälle) auf den umliegenden Staats- und Kreisstraßen auf. Besonders in Erinnerung blieb sicherlich die Notlandung eines Flugzeugs im Sommer, bei der glücklicherweise nur das Maisfeld Schaden nahm. Einsatzzeiten,

Ausbildung, Lehrgänge sowie Wartungstätigkeiten ließen das Jahresvolumen der geleisteten Zeit zudem auf mehr als 4.150 Stunden anwachsen.

„Unsere Mannschaft hat erneut bewiesen, dass auf sie jederzeit Verlass ist“, betonte Weiderer. Auch die Indienststellung eines neuen MZF-Fahrzeugs (11/1) sei im vergangenen Juli mit viel Engagement aller Beteiligten gut über die Bühne gegangen.

Neben den im Jahr 2026 anstehenden Lehrgängen und Ausbildungsinhalten werde nun für das anstehende Jubiläumsfest im Juni jede helfende Hand benötigt.

Auch aus der Jugend gab es nur gute Nachrichten: Alle Mitglieder hatten den letzten Wissenstest mit Bravour bestanden und können zu Recht stolz auf sich sein. Die Nachwuchsarbeit ist und bleibt das Fundament für eine schlagkräftige Wehr in der Zukunft.

Kassier Rupert Hainz konnte trotz der Ausgaben für das anstehende Fest sowie für Ausrüstung und Ausbildung eine solide finanzielle Lage präsentieren. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Finanzführung, woraufhin die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Schriftführer Sepp Linner fasste kurz die Niederschrift der vorausgegangenen Jahreshauptversammlung zusammen, bevor er in seiner Funktion als Festleiter detailliert über die Planungen, Vorbereitungen und Programm-Highlights informierte.

Vom 3. bis zum 8. Juni feiert die Feuerwehr Griesstätt ihr 155-jähriges Bestehen – ein
stolzes Jubiläum für eine Wehr, die seit 1871 im Dienst der Allgemeinheit steht. Geplant ist eine
Festwoche mit Festzeltbetrieb und täglich neuen Höhepunkten, darunter ein großer Festumzug
mit Gottesdienst. Für alle Gäste sind viele kleine und große Überraschungen geplant.

Bürgermeister Robert Aßmus dankte in seinem Schlusswort den Feuerwehrdienstleistenden für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in den letzten neun Jahren in seiner Amtszeit. Die Gemeinde wisse, was sie an ihrer Feuerwehr habe – auch sei er zuversichtlich, dass sein Amtsnachfolger dies mit derselben Wertschätzung fortführen werde.

Zum Abschluss der Versammlung überbrachte Kreisbrandrat Richard Schrank im Beisein von Kreisbrandinspektor Stephan Hangl die Grüße der Inspektion. Er berichtete von anstehenden Neuerungen und Neuigkeiten. So schreite der flächendeckende Ausbau der digitalen Alarmierung weiterhin fort. Außerdem  werde es in diesem Jahr wieder die Möglichkeit geben, an verschiedenen Standorten mit einem Fahrsimulator Einsatzfahrten unter realitätsnahen Bedingungen zu üben.

Die Beschaffung und Fahrausbildung für die Wechsellader laufe planmäßig, so dass in naher Zukunft auch am Standort Wasserburg ausgebildet werden kann.

Bayernweit strebe man künftig im Beschaffungswesen eine verstärkte Standardisierung an, um die Kosten im Rahmen zu halten und die Ausschreibungsverfahren deutlich zu verkürzen.

Mit etwa 7.500 Aktiven und 1.150 Jugendlichen in den Feuerwehren sei man auch für zukünftige Herausforderungen (wie verstärkter Zivilschutz) gut aufgestellt, so Richard Schrank abschließend.

BK

Fotos: Bernd Klemmer

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