Rosenheim: An allen Standorten muss mit Einschränkungen gerechnet werden

Die Beschäftigten versammeln sich um 12 Uhr vor der Mensa am Campus Rosenheim zu einer Streikkundgebung. „Die mangelnde Wertschätzung, die die Arbeitgeber zum Beispiel in ihrem Angebot von einem Schnaps obendrauf und der Ablehnung einer sozialen Komponente gezeigt haben, wird viele zusätzliche KollegInnen zum Streik motivieren. Sie spüren die Teuerungen beim täglichen Einkauf und sie sehen, wie der öffentliche Dienst der Länder an Niveau einbüßt“, so Domingo Heber, ver.di-Gewerkschaftssekretär heute.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatte auch in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt.
„Die Arbeitgeber tragen deshalb die volle Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks“, sagt Heber. „Die gleichen Politiker, die jetzt bei den Gehältern der Hochschulbeschäftigten sparen wollen, beteuern in der Regel hoch und heilig, wie wichtig ihnen Bildung nicht ist. In einem Land ohne natürliche Ressourcen ist das schließlich die wichtigste Quelle von Fortschritt und Wirtschaftswachstum. Realität ist aber, dass die Gehälter von steigenden Lebens-haltungskosten aufgezehrt werden und der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst der Länder immer größer wird. Wer hier den Rotstift ansetzen will, gefährdet die Zukunft unseres Landes und lässt seine Beschäftigten mit ihren Problemen im Stich,“ so Heber.
Aufgrund der Streikmaßnahmen müsse für den Dienstag, 10. Februar, an allen Standorten der Hochschule Rosenheim mit Einschränkungen (kürzere Öffnungszeiten, reduziertes Angebot oder komplette Schließung von Bibliotheken, Beratungsangeboten, der Mensa) gerechnet werden.
Ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro.
Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten.
Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte.
Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder soll zwölf Monate betragen
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