Große Emotionen in Biberach: Der 26-jährige, gebürtige Wasserburger schafft den größten Erfolg seiner Karriere - Der TSV gratuliert herzlichst

Große Emotionen in Biberach: Der 26-jährige, gebürtige Wasserburger Jakob Schnaitter ist der Überraschungssieger und neuer Deutscher Meister im Tennis der Herren! Für Jakob ist es der größte Erfolg seiner Karriere.

Am Ende einer spannenden Konkurrenz triumphierte Jakob Schnaitter nach starker Finalleistung mit 6:3, 6:3 gegen Max Rehberg. Der mittlerweile für den TC Ismaning spielende 26-Jährige war als Nummer sieben der Setzliste in das Turnier in Biberach gestartet – eigentlich nur mit der Hoffnung, einige Runden zu gewinnen …

Auch wenn die absolute deutsche Elite bei den Deutschen Meisterschaften fehlte, war das Turnier hochkarätig besetzt. In der ersten Runde des Turniers setzte sich Schnaitter gegen den stark aufspielenden 16-jährigen Nemeth durch. Nach einem klaren 6:0 im 1. Satz entschied im 2. Satz erst der Tiebreak. In den folgenden beiden Runden konnte Schnaitter seine Konkurrenten aber klar schlagen. So besiegte er im Viertelfinale den an drei gesetzten Leopold Zima, immerhin Nr. 781 der Welt, überraschend deutlich mit 6:2 und 6:1.

Im Halbfinale zeigte Schnaitter, der auch heute noch Mitglied beim TSV 1880 Wasserburg ist und sich immer wieder auf der Anlage blicken lässt, seine kämpferischen Qualitäten.

Im Laufe des Matches gegen Tim Handel musste er einige Rückschläge hinnehmen: so verlor er den ersten Satz unglücklich mit 6:7, ehe er auch im 2. Satz ein Break Vorsprung verspielte. Spätestens im Tiebreak des zweiten Satzes „klickte“ es aber bei Schnaitter: plötzlich begann er zu servieren als gäbe es kein Morgen mehr. Dank seiner neu gewonnenen Stärke konnte er Handel (aktuell Nr. 634 in der Weltrangliste) mit 6:3 im dritten Satz besiegen.

So kam es am vergangenen Sonntag zum größten Match seiner Karriere. Der 26-jährige Schnaitter hatte viele Ups and Downs. Nach einigen Deutschen Meisterschaften im Jüngsten-Bereich wechselte er bereits früh ins Internat in Oberhaching (Tennis Leistungszentrum). Nachdem ihn Verletzungen immer wieder zurückwarfen, entschied er sich nach dem Abitur für eine College-Karriere in den USA.

Nach drei sehr erfolgreichen Jahren an der Azusa Pacific University wechselte er in seinem letzten Jahr an die Wake Forest University, einer der stärksten Tennis Universitäten in den USA. Seit seinem Master-Abschluss im Mai versucht er sich seither im Profi Circuit. Schnaitter, bekannt als wahnsinnig hart trainierender Tennisspieler, feierte nun aber mit fast 27 Jahren seinen größten Erfolg.

Im Finale am Sonntag spielte er ein nahezu perfektes Tennis.

Seine seit dem Halbfinale gewonnene Confidence beim Aufschlag war dabei die halbe Miete. Max Rehberg aus Aschheim, einer der vielversprechendsten deutschen Tennistalente, war im rein bayerischen Finale chancenlos.

Mit 6:3 und 6:3 fegte Schnaitter, selbst die Nummer 1102 im World Ranking, Rehberg vom Platz. Rehberg, die Nummer 425 der Welt, spielte 2021 fast jedes Jugend Grand Slam Turnier und erreichte in Wimbledon sogar das Viertelfinale im Doppel.

Dieser deutliche Erfolg kam selbst für Schnaitter sehr überraschend. Ein ‚Comeeee on man!!!!!‘ als WhatsApp-Nachricht an alte Weggefährten spiegelt seine pure Freude wieder.

Die Tennisabteilung des TSV gratuliert dem größten Talent, das jemals für den TSV spielte, herzlichst du diesem grandiosen Erfolg:

Da is das Ding, Schnaitti!

chb

Foto: Pressebild Schnaitter / TSV Wasserburg