Erneut Riesenerfolg für den jungen Top-Judoka Patrick Weisser aus Bad Aibling: Deutscher Meister mit dem TSV Abensberg

Das ist das Ding – zum zweiten Mal in dieser Woche: Der frischgebackene Deutsche Judo-Polizeimeister Patrick Weisser vom TuS Bad Aibling (wir berichteten) startete nun für den TSV Abensberg, den Deutschen Judo-Rekordmeister. Beim „Final-Four-Turnier“ in Hamburg, für das sich die vier besten deutschen Männermannschaften im Judo qualifiziert hatten, stand er diesmal mit seinem Team  ganz oben auf dem Stockerl …

In der Hansestadt gingen das als sehr stark eingeschätzte Judoteam Hamburg, der JC Leipzig, die Sportunion Annen und der deutsche Rekordmeister aus Niederbayern, der auch Titelverteidiger war, an den Start.

Mit dabei im Limit bis 66 kg Patrick Weisser vom TUS Bad Aibling, der vor dem Turnier meinte:

„Mir steckt die Deutsche Polizeimeisterschaft, die ich vor zwei Tagen kämpfen durfte, noch in den Knochen. Dort bestritt ich sechs Kämpfe und ich musste auch die Zeit bis Hamburg mein Gewicht halten, was nicht einfach war.

Ich freue mich aber, mit dem Team des TSV Abensberg bei diesem tollen Turnier starten zu dürfen. Es ist ein absolutes Highlight in meiner bisherigen Judolaufbahn. Die Saison war bisher schon stark, ich durfte etliche Kämpfe bestreiten und konnte auch einige Punkte zu den Siegen beisteuern. Heute möchte ich trotz aller Schwierigkeiten mein Bestes geben und dann werden wir sehen, welches Ergebnis wir erzielen.“

Im ersten Halbfinale ging Weisser für den TSV Abensberg in der Begegnung gegen die Sportunion Annen an den Start und kämpfte gegen den Niederländer Emiel Jaring (Foto) im ersten Durchgang.

Er begann sehr gut, doch konnte Jaring eine Unachtsamkeit des Aiblingers ausnutzen und diesen besiegen.  

Trotzdem gewann die Mannschaft von Chefcoach Radu Ivan souverän mit 10:4 und zog in das Finale ein.

In der zweiten Halbfinal-Begegnung standen sich das Judoteam Hamburg und der JC Leipzig gegenüber. Bei Letzterem ging der frisch gebackene Weltmeister im Superschwergewicht (+100 kg) – Andy Granda aus Kuba – an den Start.

Die Hamburger setzten sich souverän durch, so dass es zum Traumfinale der beiden favorisierten Teams, dem Judoteam Hamburg gegen den TSV Abensberg kam.

Ein Duell, bei dem sich mit dem Hamburger Coach Slavko Tekic und dem Abensberger Coach Radu Ivan auch zwei internationale Toptrainer gegenüberstanden.

Die erste Runde ging mit einem knappen 4:3 an die Niederbayern. Patrick Weisser wurde im zweiten Durchgang eingesetzt und kämpfte gegen den Aserbaidschaner Tofig Mammadov (Foto). Auch hier begann der Aiblinger zunächst stark, musste jedoch seinem erfahrenen Konkurrenten Tribut zollen und konnte keinen Punkt zum Sieg beisteuern.

Am Ende gewannen die Abensberger doch deutlich mit 9:5 als zunächst erwartet gegen Hamburg: Und sie sind somit Deutscher Meister 2022!

Der mitgereiste Vater Denis Weisser:

„Es war eine sehr intensive Woche für Patrick. Zwei Wettkämpfe an zwei verschiedenen Orten, in sogar zwei verschiedenen Gewichtsklassen startend und dabei insgesamt acht Kämpfe zu absolvieren ist nicht leicht.

Noch dazu auf so hohem Niveau und in einem national und international sehr stark besetztem Teilnehmerfeld. Er hat aber am Ende in einer Woche zwei Deutsche Meistertitel eingefahren, darauf kann er wirklich stolz sein. Den des Deutschen Polizeimeisters im Einzelwettbewerb, wobei er nebenher noch Bronze mit der bayerischen Polizeimannschaft gewann und nun Deutscher Team-Meister der Männer mit dem TSV Abensberg.“

Auch international hat der junge Aiblinger in 2022 Einiges vorzuweisen. Zum Beispiel startete er bei der U23-Europameisterschaft der Männer sowie bei verschiedenen European Cups. Highlight war sicherlich sein zweiter Platz beim European Cup in Celie in Slowenien.

dw

Bilder:  Thomas Wetzel, Sportfotos24