Handball-Bezirksoberliga: Niederlage des ESV Rosenheim beim Tabellen-Nachbarn Grafing - Am Sonntag kommt nun Sauerlach in die Gaborhalle

Auswärts-Niederlage für die Rosenheimer Handballer beim Tabellen-Nachbarn Grafing in der Bezirksoberliga: Nach der schwächsten Saison-Leistung musste der ESV eine deutliche 30:37-Niederlage hinnehmen. Man liegt auf Platz sieben, Grafing auf Platz sechs der Liga.

Nach einer unfreiwilligen dreiwöchigen Zwangspause fuhr die Helmich-Sieben ins Münchner Umland und hoffte, an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen zu können. Die Mannschaft des TSV Grafing, welche in der Vorsaison lange um den Spitzenplatz der Bezirksoberliga mitspielen konnte, startete durchwachsen in die Saison, so dass sich die Rosenheimer berechtigte Hoffnungen auf den ein oder anderen Punktgewinn machen konnten.

Zu Spielbeginn kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel und setzten den ersten Treffer des Abends. Die Gäste aus der Innstadt hielten dagegen und nach fünf Minuten konnte man die erste Rosenheimer Führung verbuchen. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei welchem die ESV‘ler das Momentum auf ihrer Seite hatten.

Bis zur 16. Spielminute konnte man so einen Drei-Tore-Vorsprung zum 11:8 herauswerfen. Daraufhin nahm der Grafinger Trainer eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen. Im Anschluss übernahmen die Hausherren die Initiative und schafften es so, erst den Ausgleich und dann eine eigene Zwei-Tore-Führung zu erzielen. Diese Spielwendung zu Gunsten der Heimmannschaft wurde durch eine nachlässige Rosenheimer Abwehr- und Angriffsarbeit begünstigt, so dass man dann mit einem 20:18 – Rückstand in die Pause gehen musste.

In der Halbzeitpause nahm man sich auf Rosenheimer Seite vor, wieder kompakter in der Abwehr und konsequenter im Angriff zu agieren. Jedoch kam es anders als gedacht und die Grafinger Mannschaft setzte sich innerhalb 90 Sekunden mit einem Drei-Tore-Lauf auf 23:18 ab. Die Gäste aus der Innstadt versuchten ihrerseits dagegen zu halten, schafften es jedoch nicht die individuellen Fehler im Angriffsspiel und Nachlässigkeiten in der Abwehrarbeit abzustellen. Im weiteren Verlauf des Spiels schafften es die Rosenheimer zwar nochmals, durch drei Tore in Folge von Marius Roming, den Abstand auf 26:28 zu verkleinern.

Näher ließen die Gastgeber die Innstädter nicht mehr kommen, sondern nutzten jede sich bietende Gelegenheit zum eigenen Torerfolg und den erneuten Ausbau des Vorsprungs. Schlussendlich mussten sich die Rosenheimer Handballer dem TSV Grafing mit 30:37 geschlagen geben.

Aus Rosenheimer Sicht ließ man der besten Saisonleistung, nun die Schwächste folgen. In einem Spiel, in welchem jeder einzelne Spieler nicht an sein wahres Leistungsvermögen herankam, offenbarte die Helmich-Sieben, bereits überwunden geglaubte Nachlässigkeiten. Diese sollte man schleunigst wieder abstellen, will man weiter erfolgreich in der Bezirksoberliga bestehen.

Am kommenden Sonntag, 13. November, um 17 Uhr nun stellt sich in der Rosenheimer Gaborhalle der letztjährige Landesligist TSV Sauerlach vor.

Der Landesliga-Absteiger rangiert nach einem holprigem Saisonstart mit 10:4 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und will sich vermutlich in der Spitzengruppe weiter festsetzen. Will man gegen diesen Gegner bestehen, ist vermutlich eine deutliche Rosenheimer Leistungssteigerung notwendig.

Das dies nicht unmöglich ist, hatte die Helmich-Sieben beim Heimerfolg gegen den TSV Ebersberg, eindrucksvoll gezeigt. Die Zuschauer dürfen sich sicherlich auf ein spannendes Handballspiel freuen.

Neben der 1. Herrenmannschaft sind an diesem Tage auch die ESV-Damen (15 Uhr) gegen den TSV Grafing II sowie die 2. Herrenmannschaft (19 Uhr) gegen die TuS Prien II im Einsatz.

Für den ESV spielten:

Sven Herweh und Fabian Zimmer im Tor,

Dennis Stierle (3 Tore), Jakob Sandbichler (2), Kai Hoffmann (2), Denis Telalovic, Ingo Riebel (5), Daniel Gattung (1), Lukas Hofele (2), Marius Roming (4), Jonas Meyrl, Johannes Maier (2), Konrad Kupferschmied (4), Alexander Volmering (5 – Foto oben).

sh