Wie junge Männer in Feldkirchen bei Rott einen alten Brauch engagiert bewahren - Christopher Köstner bleibt der erste Vorsitzende

Ein gutes Auge, ein guter Schwung und natürlich Konzentration pur, ganz abgesehen von der Gaudi: Im Dorf Feldkirchen bei Rott gibt es ihn noch – den Hufeisenclub. Mit den Hufeisen-Werfern oder besser Hufeisen-Schützen – ein sehr alter Brauch, der in den Alpenländern eine uralte Tradition und Geschichte hat.


Jetzt fand die Jahresversammlung statt und sehr zur Freude der Vorstandschaft um Christopher Köstner waren 28 Mitglieder gekommen. Die schwierige Corona-Zeit hat dem Vereinsleben zum Glück nicht geschadet: Gleich 16 neue Mitglieder konnten im Laufe des vergangenen Jahres dazugewonnen werde, Stolze 99 Hufeiesen-Schützen zählt der Feldkirchener Verein somit …

Nach vier Jahren fand auch die Neuwahl der Vorstandschaft statt. Die Wahl wurde geleitet von Alfred Zimpel junior und kam zu folgendem Ergebnis:

  1. Vorstand: Christopher Köstner
  2. Vorstand: Sebastian Schmarsel

Kassier:                Sebastian Baranowski

Schriftführer:    Christoph Inninger

Beisitzer:             Alexander Herrmann, Florian Böhm und Johannes Ganslmaier

Unser Foto oben zeigt stehend von links Florian Böhm, Christopher Köstner, Christoph Inninger und Johannes Ganslmaier

sowie vorne von links Sebastian Baranowski und Sebastian Schmarsel.

Leider konnten ja auch im vergangenen Kalenderjahr 2021 wegen der Corona-Pandemie wieder keine Turniere stattfinden. Aber der Verein freut sich nun auf die neue Saison und begrüßt immer gerne neue Mitglieder.

Der Hufeisenclub Feldkirchen e.V. bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlichst bei Marco Voglrieder und Georg Gruber als Beisitzer in der letzten Amtsperiode.

Was macht der Verein – neben der fröhlichen Geselligkeit?

Das Hufeisenwerfen – auch mancherorts Plattenwerfen genannt –  hat seinen Ursprung im Bauernstand, denn seit es Hufeisen gibt, wurden sie als handliche Wurfgeräte für diesen Freizeitsport verwendet. Durch entsprechende Regelwerke wurde diese Sportart der heutigen Zeit angepasst.

Die Wurfgeräte sind heute vielfältige, speziell angefertigte Eisen aus gehärtetem Stahl, unterschiedlich in der Form – eben in Hufeisenform oder ringförmige und abgeschrägte Metallplatten mit einem vorgeschriebenen Durchmesser.
Der Zielpunkt ist ein Holzwürfel, den man Daube oder Hase nennt. Als Wettkampfplatz für zwei Mannschaften ist ein Stück ebene Wiese erforderlich.

Eine Mannschaft besteht normalerweise aus vier Werfern (oder auch bei Turnieren acht Mann). Ziel ist es, ein oder mehrere Eisen näher an die Daube zu platzieren als der Gegner.