Versammlung des Bayerischen Landkreistags am 4./5. Mai in Prien - Ministerpräsident hat Kommen zugesagt  

Die diesjährige Landkreisversammlung des Bayerischen Landkreistags findet am 4. und 5. Mai unter der Überschrift „too critical to fail #landkreise 4.0“ statt. Gastgeber ist der Landkreis Rosenheim.


 

Die Digitalisierung prägt seit geraumer Zeit die Agenda der bayerischen Landkreise. Insbesondere durch das Engagement des Bayerischen Innovationsrings, der digitalen Ideenschmiede des Bayerischen Landkreistags, wurden entscheidende Schritte gemacht. Verschiedenste Projekte wie der „Digitale Werkzeugkasten“ prägen seine Handschrift. Trotzdem ist der große Wurf in Zusammenarbeit mit Freistaat und Bund bis heute nicht erfolgt.

Der Koalitionsvertrag der Ampel hat zwar Kernforderungen der bayerischen Landkreise aufgegriffen. Konkrete Ziele und Maßnahmen stehen aber vielfach noch aus. Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land sind untrennbar mit der Digitalisierung der Verwaltung, dem digitalisierten Bildungsbereich und der flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser und Mobilfunk verbunden. „In den 71 Landkreisen Bayerns werden große Anstrengungen unternommen, um die Digitalisierung auf allen Ebenen weiter voran zu treiben. Gerade für die Menschen im ländlichen Raum spielt das eine große Rolle“, meint dazu Rosenheims Landrat Otto Lederer.

Mit Blick auf ihren gegenwärtigen und künftigen Stellenwert nehmen die bayerischen Landrätinnen und Landräte die Digitalisierung deswegen erneut in ihren Fokus. Erst 2019 hatten sie in Passau ihren digitalen Kern definiert. Dieser bekommt in Prien am Chiemsee unter der Überschrift „too critical to fail #landkreise 4.0“ ein Update.

Für den ersten Tag hat der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder sein Kommen zugesagt. Als Fürsprecher von Innovationen und Digitalisierung ist er einer der wichtigsten Partner der Landkreise. Am 2. Tag wird u.a. mit Spannung die Parlamentarische Staatssekretärin Daniela Kluckert, MdB, aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr erwartet. Aber auch Experten aus dem digitalen Raum lassen aufhorchen. Mark Semmler, früher selbst erfolgreicher Hacker, berät heute Unternehmen, Politik und Verwaltung, wie sie unter anderem nicht in die Situation einer Lösegeldforderung kommen. Landrat Josef Niedermaier, Franz-Reinhard Habbel, Beigeordneter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund a.D., und Johannes Wagner von der Versicherungskammer Bayern arbeiten im Bayerischen Innovationsring gemeinsam an der digitalen Zukunft der bayerischen Landkreise.

Zudem wählen die 142 Delegierten des Verbandes am 4. Mai einen neuen Präsidenten. Nachdem der bisherige Präsident Christian Bernreiter Ende Februar zum Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr berufen wurde, ist die Ergänzungswahl einer Präsidentin oder eines Präsidenten bis 2026 erforderlich.

Aufgrund nach wie vor nicht abschließend beurteilbarer Entwicklungen der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl auf die 142 Delegierten des Verbandes begrenzt. Getagt wird im König-Ludwig-Saal.