Heute mit Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und der Jobcenter helfen Menschen bei allen Fragen rund um ihre berufliche Situation. Die Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle und Fragen zur Aus- oder Weiterbildung sind einige Beispiele dafür. „Bei dieser vielfältigen Tätigkeit ist neben der fachlichen vor allem auch eine hohe soziale Kompetenz gefragt“, sagt Michael Schankweiler (Foto), der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, dem die Ausbildung junger Menschen sehr am Herzen liegt.
Ein weiterer Beitrag zur Woche der Ausbildung: Er spricht heute über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Chancen danach an.


Was müssen junge Menschen mitbringen, die sich bei der BA bewerben?

Schankweiler: Kundenorientierung und Kommunikationsstärke sind bei unserer Arbeit das A und O. Die Bewerberin/ der Bewerber sollte sich außerdem für Themen der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie den Umgang mit Rechtsvorschriften interessieren. Für die Ausbildung zur/m Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen ist der mittlere Bildungsabschluss oder ein guter qualifizierender Mittelschulabschluss Voraussetzung. Für die Studiengänge Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung (B.A.) und Arbeitsmarktmanagement (B.A.) ist die (Fach)Hochschulreife notwendig.

Was erwartet die Auszubildenden und Studierenden während ihrer „Lehrzeit“?

Schankweiler: Während der dreijährigen Ausbildung zur/ zum Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen lernen die jungen Menschen die verschiedenen Bereiche der Arbeitsagentur und des Jobcenters wie die Eingangszone, das Servicecenter oder die Leistungsabteilung kennen. Der Berufsschulunterricht findet in Blockform in Pfarrkirchen statt. Zudem erhalten die Auszubildenden Unterrichte in der Agentur für Arbeit und in den Schulungszentren der BA. Das Einkommen liegt beim Starttermin im September schon im ersten Lehrjahr bei mehr als 1.060 Euro.

Die international anerkannten Studiengänge Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung (B.A.) und Arbeitsmarktmanagement (B.A.) setzen sich aus Theorie- und Praxisphasen zusammen. Die Studierenden sind fünf Trimester an der Hochschule der BA, in der Regel in Mannheim.

Während der Praxisphasen in den Arbeitsagenturen und den Jobcentern vor Ort lernen die jungen Menschen beispielsweise die Bereiche Arbeitsvermittlung, Arbeitgeberservice, Berufsberatung, Sachbearbeitung und Internen Service kennen. Die jungen Leute, die ihr Studium ab September aufnehmen, erhalten jeden Monat einen Lohn von bis zu mehr als 2.000 Euro, inkl. Zusatzleistungen.

Wie kann es nach der Ausbildung/dem Studium beruflich weitergehen?

Schankweiler: Die Auszubildenden und Studierenden werden danach in der Regel unbefristet übernommen und haben vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise zum Teamleiter oder noch weiter.

Zudem bietet die BA in München in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München das Förderstudium Betriebswirtschaft an. Voraussetzung ist hier die (Fach)Hochschulreife. Die Praxisphase ist in Rosenheim möglich, und das Einkommen liegt während der Theoriephase des Studiums bei 880 Euro und während der Praxisphase bei 1.775 Euro.

Bei der BA in Nürnberg sind zudem die Ausbildung zur/zum Fachinformatiker/in (Voraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss) und das Duale IT-Studium (Voraussetzung (Fach)Hochschulreife) möglich.

Weitere Informationen unter:

www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/karriere-arbeitsagentur-rosenheim