Wo liegen meine Stärken und Fähigkeiten? Franz Hagenauer, der Leiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Rosenheim, gibt Tipps


Tipps für Jugendliche will er geben, damit sie nach dem Schulabschluss den richtigen Weg finden: Franz Hagenauer (Foto), der Leiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Rosenheim. Zur Woche der Ausbildung hier ein Interview mit ihm:


Woran sollten die jungen Frauen und Männer jetzt denken, die noch nicht wissen wie es nach der Schule weitergeht?

Hagenauer: Sie sollten daran denken, dass es jetzt höchste Zeit ist und am besten gleich die Rufnummer 08031 / 202-222 anrufen und einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren. Wichtige Informationen stehen auch unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/berufsberatung-studienberatung.

Außerdem ist es wichtig, mit Leuten zu reden, die einen gut kennen – mit den Eltern, Verwandten, Freunden und Lehrern. Zum Thema: Wo liegen meine Stärken und Fähigkeiten?

Weiterer Schulbesuch oder Ausbildung, wie soll ich mich entscheiden?

Am besten eine Entscheidungsmatrix erstellen und damit Vor- und Nachteile abwägen.

Sich kritisch mit sich selbst auseinandersetzen: Reicht mein Potential und bringe ich die notwendige Lernbereitschaft mit? Eine höhere Schulbildung erfordert in der Regel deutlich mehr Lernaufwand. Sich informieren, was der jeweilige Weg bringt. Wo will man im Leben hin? Ein höherer Bildungsabschluss erfordert meist eine höhere Mobilität.

Falsch wäre es, eine höhere Schule zu besuchen, nur weil man sich nicht entscheiden kann oder will.

Was sollte man tun, wenn man sich einfach für keine Ausbildungsrichtung entscheiden kann?

Die Berufsberatung kann durch umfassende Gespräche sowie die Einschaltung von Fachdiensten unterstützen.

Es gilt, sich nicht unter Druck setzen lassen, um zu der richtigen Entscheidung zu gelangen. Die Überbrückungszeit durch ein freiwilliges, soziales oder ökologisches Jahr oder der Berufsfreiwilligendienst kann hier sinnvoll sein.

Die Berufsberatung steht in der Zeit gerne beratend und unterstützend zur Seite! Die Jugendlichen sollten sich auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten konzentrieren, denn die Interessen von heute können morgen schon wieder passe´ sein.

Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, wie geht man vor?

Am besten einen Termin bei der Berufsberatung vereinbaren. Wir unterstützen bei der Bewerbung und der Stellensuche.

Dabei stehen unsere Kollegen/innen vom Arbeitgeberservice in persönlichem Kontakt zu zahlreichen Unternehmen. Wenn alternative Berufsmöglichkeiten oder ein weiterer Suchradius hinzugenommen werden, ergeben sich häufig neue, attraktive Möglichkeiten.

Gut wäre es auch, sich auf ein freiwilliges Praktikum in den Ferien zu bewerben, denn dieses ist häufig der Türöffner für den Ausbildungsplatz.