TSV Wasserburg trotzt Landsberg ein 0:0 ab


„Gegen diese brandgefährliche Landsberger Offensive ohne Gegentor zu bleiben ist eine sehr gute Leistung von uns“, bilanzierte Abteilungsleiter Kevin Klammer nach dem Spiel. Dass die Löwen an diesem Freitagabend hinten die Null halten würden, hatten nach der Anfangsviertelstunde nur die kühnsten Optimisten erwartet, zu schwungvoll begannen die Gäste vom Lech. Dabei war Landsberg erst verspätet in Wasserburg eingetroffen, da sie in einem Stau steckten, den keine Verkehrsnachrichten anzeigten. Auf dem Platz war die Mannschaft von Michael Hutterer aber von der ersten Sekunde an voll da und brannte zu Beginn ein Feuerwerk ab, das dann aber abnahm und zum harmlosen Sternwerfer wurde.


Der überragende Steffen Krautschneider hämmerte das Leder schon nach drei Minuten an die Querlatte, kurz darauf köpfte Veron Dobruna knapp am leeren Tor vorbei (9.) und als Sebastian Schmeiser in der 11. Minute per Kopf erneut das Aluminium testete schien die Landsberger Führung nur noch eine Frage der Zeit. Angeführt von Michael Kokocinski und Maxi Hain stemmten sich die Hausherren gegen den Angriffswirbel und fanden durch Kompaktheit und Zweikämpfe ins Spiel. Alle Löwen stemmten sich gegen den individuell deutlich überlegenen Tabellenfünften und schafften es als Mannschaft den Qualitätsunterschied wett zu machen. Plötzlich kam Wasserburg zu einer Reihe an Ecken und Freistößen, wodurch sie selber Gefahr erzeugten. Die beste Chance hatte Michael Barthuber nach einem weiten Einwurf von Kokocinski, als er aus fünf Metern über das Tor schoss. Aus dem Spiel heraus wurde Wasserburg immer dann gefährlich, wenn Michael Neumeier über die linke Seite den Turbo zündete.

In der zweiten Halbzeit war Landberg zwar weiterhin spielerisch überlegen, aber Wasserburg ließ keine Chancen mehr zu. Auch in erneut krankheitsbedingter Abwesenheit ihres Cheftrainers spielten die Löwen Pongratz-Fußball in Reinkultur und verteidigten geschlossen als Mannschaft. Dieser Teamgeist ist die Basis für einen erfolgreichen Abstiegskampf. Das spüren auch die Fans, die animiert von Trommlern unentwegt einpeitschten. Wie so oft in der Altstadt kam mit zunehmender Spielzeit auch mehr Hektik in die Partie, sodass es zwar hitziger, aber nie unfair wurde. Schiedsrichter Patrick Krettek und sein Gespann zeigten dabei das richtige Gespür und zeigten eine ausgezeichnete Leistung.

In der 89. Minute hatte Wasserburg sogar die Gelegenheit zum Lucky Punch. Nach einer Hereingabe von Maxi Hain stand Marko Dukic frei vor Schlussmann Daniel Witetschek, verstoppte sich den Ball aber etwas und konnte daher nicht zum Torerfolg kommen. Dadurch blieb es beim 0:0, das als Punktgewinn im Abstiegskampf zu werten ist.

Wasserburg: Boschner, Stephan, Knauer, Kokocinski, Lindner (ab 86. Köhler), Simeth (ab 73. Hannes Hain), Maxi Hain, Ferreira Goncalves (ab 76. Kobl), Neumeier, Dukic (ab 92. Kononenko), Barthuber (ab 92. Reiter)

Tore: keine

Zuschauer: 380

JAH