Polizei gibt Ergebnisse der Ermittlungen zum Tode dreier Bergwanderer bekannt


 Die ersten Ermittlungsergebnisse zum tragischen Tod dreier Bergwanderer an der „Maiwand“ bei Flintsbach (wir berichteten) liegen liegen jetzt vor. Demnach wird ein Fremdverschulden ausgeschlossen. Die Wanderer waren offenbar in einer extrem steilen und grasigen Rinne ins Rutschen geraten und dann 30 Meter tief gestürzt.


 

Die Verunglückten (ein Pärchen aus dem Landkreis Regensburg im Alter von 35 und 44 Jahren und ein 35-jähriger Mann aus dem Raum Straubing) waren mit einer Bekannten gemeinsam im Bereich der Hohen Asten im Gemeindebereich Flintsbach unterwegs. Die Gruppe wollte im Anschluss über die Maiwand und den Maigraben ins Tal absteigen. Dabei stürzten die Drei im Bereich der Maiwand nahezu an der gleichen Stelle ab.

Die vierte Wanderin aus der Gruppe musste den Absturz ihrer drei Begleiter mit ansehen und setzte einen Notruf ab. 20 Einsatzkräfte der Bergwacht Brannenburg, darunter auch ein Bergwachtarzt und drei Rettungssanitäter, konnten bei ihrem Eintreffen nur noch den Tod der drei Verunglückten feststellen. Die vierte Wanderin erlitt einen Schock.

Keine Hinweise auf ein Fremdverschulden

Die ersten Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd haben ergeben, dass es sich um eine Wandergruppe handelte, welche auch dementsprechend ausgerüstet war. Die Gruppe folgte den Informationen einer App und änderte die ursprüngliche Route. An einer unübersichtlichen Stelle verließen sie aus bislang nicht geklärten Gründen den Weg und rutschten in einer extrem steilen und grasigen Rinne nach unten. Im weiteren Verlauf stürzten die Verunglückten dann eine 30 Meter hohe Felswand ab.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Im Bereich der anspruchsvollen und gefährlichen „Maiwand“ ereigneten sich in den letzten Jahren immer wieder schwere und auch tödliche Bergunfälle.