Haupt- und Finanzausschuss: „Biennale Bavaria International“ soll in Wasserburg erneut stattfinden


Heimat lautete das große Thema in mehreren umliegenden Orten im vergangenen September. Das Filmfestival „Biennale Bavaria International“ konnte endlich stattfinden – aber „hat nicht den gehofften, durchschlagenden Erfolg gebracht“, so Bürgermeister Michael Kölbl. Über eine erneute Bezuschussung und Teilnahme stimmte der Haupt- und Finanzausschuss Wasserburg in seiner jüngsten Sitzung ab.


Mit einem neuen Konzept wollen die Beteiligten rund um das Filmfestival von 26. bis 30. April 2023 einen neuen Versuch starten. Mit dem Bayerischen Fernsehen und der Hochschule für Film und Fernsehen soll es an jedem Festival-Ort Highlight-Veranstaltungen geben. Auch besondere Gäste aus der Filmbranche „sind gewisse Magneten“, so der Rathaus-Chef. Außerdem sollen die Schulen stärker eingebunden werden.

Die großen Sponsoren seien schon mit im Boot, nur Haag setzt seine Teilnahme am Filmfestival vorerst aus (wir berichteten). Jetzt müsse Wasserburg entscheiden, ob die Stadt erneut teilnehmen wolle. Die Kosten mit einem Euro pro Einwohner belaufen sich hier auf genau 12.662 Euro.

Geld, das Wolfgang Janeczka (SPD) in der Kultur der Region besser aufgehoben sieht. Er habe bereits befürchtet, dass das Filmfestival nicht so gut angenommen werde, das habe sich nun bestätigt. „Man braucht sich nur die Besucherzahlen anschauen.“ Er gehe davon aus, dass auch ein neuer Versuch nicht den gewünschten Erfolg bringe. „Es gibt Projekte vor Ort und im Umkreis, die man stattdessen unterstützen kann“, betonte er.

Das Ziel der „Biennale Bavaria International“, die neben Wasserburg auch in Altötting, Burghausen und Mühldorf stattfindet, sei neben der Kultur auch Tourismus und Marketing, wie Bürgermeister Kölbl betonte. Damit wolle man „für den südostbayerischen Raum überregionale Bedeutung gewinnen“.

„Die Startbedingungen waren äußerst schlecht im vergangenen Jahr“, fand Werner Gartner (SPD) und wolle einen neuen Versuch starten. „Es hätte noch eine Chance verdient.“ Ausschlaggebend hierfür sei zu prüfen, „was gut gelaufen ist und wo könnte es besser laufen“.

Wasserburg solle besser einbezogen werden. Das forderte auch Heike Maas (CSU). Es sollen relevante Veranstaltungen in die Stadt kommen, „dass unsere eigenen Leute etwas davon haben“.

Letztlich entschied der Haupt- und Finanzausschuss mit nur einer Gegenstimme, sich erneut am Filmfestival zu beteiligen und die zweite „Biennale Bavaria International“ im kommenden Jahr auch in Wasserburg auszurichten.