Von Mitarbeitern der Bauhöfe aus Wasserburg und Riedering werden Gebäude als Ankunftszentren für die Menschen aus der Ukraine hergerichtet


Die Sporthallen der Gymnasien in Bad Aibling und Prien stehen ab sofort nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Landkreis-Bauhöfe  aus Wasserburg und aus Riedering haben heute Mittag damit begonnen, die Hallen für die Ankunft von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine vorzubereiten. In den Hallen sollen jeweils bis zu 200 Personen untergebracht werden, meldet am Nachmittag das Landratsamt.


Dort hoffe man, den Aufbau der Hallen bis zum kommenden Donnerstag abgeschlossen zu haben. Geplant sei, dass die Kriegsflüchtlinge stets nur vorübergehend in den Hallen als so genannte Ankunftszentren bleiben werden, bis eine anderweitige Unterbringung organisiert sei.

Die ersten Flüchtlinge, die nicht selbstständig ihren Weg in den Landkreis gefunden haben, sondern von der Regierung von Oberbayern zugewiesen werden, sollen am morgigen Mittwoch ankommen, heißt es. Es soll sich um 50 Personen handeln – voraussichtlich vor allem Frauen und Kinder, die in Brannenburg untergebracht werden. Der dortige Helferkreis sei bereits aktiv und Dolmetscher seien organisiert.

Das zuständige Bayerische Staatsministerium gehe derzeit davon aus, dass eine Unterbringung von 50.000 Personen in Bayern in Kürze erforderlich sein könnte und sein werde. Dies hätte zur Folge, dass der Landkreis Rosenheim etwa 1.000 Menschen in naher Zeit aufnehmen werde. Grundlage für die Bemessung dieser Quote sei die Einwohnerzahl – laut Regierung.

Als geeignete Unterkünfte sehe das Innenministerium an erster Stelle Privatwohnungen an. Bitte unbedingt sich melden in der jeweiligen Gemeinde …

Danach folgen leerstehende Einrichtungen/Räumlichkeiten wie Altenheime, Kurhäuser, Wohnheime, Hotels, Pensionen und Jugendherbergen, so das Landratsamt.

Private Zimmer folgen erst danach, weil sie keine geschlossenen Wohneinheiten seien, die den Flüchtlingen zur alleinigen Nutzung zur Verfügung stehen.

Insgesamt seien dem Landratsamt bis gestern Wohnunterkünfte für 400 bis 450 Personen angeboten. Landrat Otto Lederer bedanke sich auf diesem Weg bei allen Anbietern für die Unterstützung bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen. Der Landkreis werde bei Bedarf auf die Anbieter zukommen …