Zeitlich alles im Plan - Finanziell drohen Mehrkosten - Nach Fertigstellung erstmal Wartezeit


Man merkte ihnen die Freude und die Erleichterung an: Genau vor einem Jahr trafen sich Bürgermeister Michael Kölbl und Museumsleiterin Sonja Fehler zum Spatenstich für das neue Museumsdepot der Stadt. Nach rund 15 Jahren Hin und Her, verschiedenen Planungsphasen und Verzögerungen konnte endlich der Startschuss für das Millionen-Projekt „Am Herder“ gegeben werden. Heute, ein Jahr später, ist das Dach auf dem Rohbau und die Arbeiten sind alle im Zeitrahmen – was man von den Kosten vermutlich nicht behaupten kann.


„Ich kann keine exakte Prognose abgeben. Klar ist aber: Wir haben sicher eine Kostensteigerung bei den Bauarbeiten und vor allem beim Baumaterial. Da wurde alles zum Teil erheblich teurer. Zum Glück haben wir finanziell sehr vorausschauend geplant und deshalb ein bisschen Luft“, sagt Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann auf Anfrage der Wasserburger Stimme. Mit insgesamt 3,8 Millionen Euro an geschätzten Kosten, natürlich teilweise gefördert vom Freistaat, ging man vergangenes Jahr an den Bau heran. „Ich hoffe, dass die Kostensteigerung nicht zu schlimm wird“, so Herrmann.

Die Stadtbaumeisterin rechnet mit der Fertigstellung des Gebäudes im Spätsommer: „August oder September. Allerdings können wir dann noch nicht mit den Exponaten des Museums einziehen. Wir müssen warten, bis der Bau ausreichend an Feuchtigkeit verloren hat. Das kann ein paar Monate dauern, vielleicht sogar ein Jahr.“ Man werde bei diesem Prozess vom Fraunhofer-Institut wissenschaftlich begleitet. „Wir ziehen erst ein, wenn ideale Bedingungen für die Exponate unseres Museums bestehen.“

 

HC / Fotos: WS

 

Vor einem Jahr war Spatenstich.

 

So soll’s mal aussehen …

 

… und so schaut’s aktuell aus.