Trotz einer sehr starken Vorstellung beim Ligaprimus, dem EHC Klostersee: Waldkraiburg fuhr gestern ohne Punkte nach Hause


Trotz einer sehr starken Vorstellung beim Ligaprimus, dem EHC Klostersee, mussten die Waldkraiburger gestern ohne Punkte aus Grafing wieder nach Hause fahren.Unser Foto zeigt Lynnden Pastachak mit dem 2:0 für den EHC Klostersee. Der Kanadier versenkt die Scheibe eiskalt in das rechte, kurze Eck.


Der Spielbericht:

„Man wächst an seinen Aufgaben“ heißt es so schön und dieser Ausspruch bestätigte sich auch in der Bayernliga-Partie des EHC Waldkraiburg gegen den EHC Klostersee am gestrigen Freitagabend. Auch wenn die Löwen in den vergangenen Spielen oftmals im besten Fall durchschnittliche Leistungen zeigten, ging es gegen den Klassenprimus EHC Klostersee hoch her und die schnelle Partie erlebte selten einen ruhigen Moment.

Das Spiel begann mit einem Kracher, einem Pfostenkracher von Christian Neuert nach etwa zehn gespielten Sekunden. Zwar sah dieser Schuss eher danach aus als wäre er im, statt am Tor gewesen, doch da das Tor nicht als solches gegeben wurde, durften die Löwen nicht mit einem Traumstart in die Partie gehen. Diesen Traumstart holte sich der Gastgeber aus Grafing.

Nach knappen vier Minuten Spielzeit. Nach einem Schuss und einem Nachschuss bleibt Christoph Lode nichts anderes übrig als den Puck zweimal abprallen zu lassen, was der Grafinger Raphael Kaefer schließlich in Überzahl zum Torerfolg nutzen kann. In der Folge spielten die Löwen eher passiv und verlagerten das eigene Spiel hauptsächlich in die Verteidigung.

Ob dies nun taktische Vorgabe oder Entmutigung war, lässt sich nicht sagen. So liefen ein ums andere Mal Klostersees Rische, Quinlan oder Wren an um den Spielstand zu erhöhen, scheiterten doch allesamt am Löwen-Schlussmann Lode, der in Topform zu sein schien. Die wenigen Nadelstiche der Löwen verliefen allesamt im Sande oder am Lodes ebenfalls starken Gegenüber Philipp Hähl.

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste aus der Industriestadt deutlich stärker aus der Kabine in der „Grafinger Scheune“. Zwar durfte zuerst der Grafinger Kaefer einen Schuss abgeben doch im Anschluss begannen auch die Löwen immer öfter sich in Richtung des Tores zu orientieren.

So war es Jan Loboda, der zudem Löwen-Spieler des Abends wurde oder auch Nico Vogl, der Phlipp Hähl in Bedrängnis brachte. Auch die Verteidigungsreihen der Löwen wuchsen über sich hinaus, namentlich hier mit Philipp Seifert der eine Situation mit der nötigen Ruhe gegen Lynnden Pastachak verteidigte, ebenso wie Fabian Kanzelsberger, der dies ebenso souverän gegen Bob Wren erledigte.

Speziell in der zweiten Hälfte des Drittels erhöhte sich die Schlagzahl noch einmal enorm und speziell die erste Löwenreihe zeigte, was sie zu leisten im Stande wären, doch auch hier hieß die Endstation immer Philipp Hähl. 36 Sekunden vor Ende, als die ersten Zuschauer schon in Richtung Kiosk unterwegs waren und sich mit der 1:0 Führung bereits abgefunden hatten, erzielte Lynnden Pastachak nach Vorlage von Philipp Quinlan aus einer 2-gegen-1-Situation heraus das 2:0.

Unbeeindruckt von diesem späten Tor kamen die Löwen zum letzten Drittel wieder auf das Eis und von der ersten Minute an brannte es vor dem Tor der Gastgeber. Nach nicht einmal drei gespielten Minuten bugsierte Christof Hradek die Scheibe ins Tor der Gastgeber, was der Grafinger Stream-Kommentator als „ganz krummes Ding“ bezeichnete, hier kann man ihm nicht widersprechen.

Grafings Stadionsprecherin hatte noch nicht einmal Zeit das Tor zu Ende anzusagen, schon zappelte der Puck wieder im Tor.

Aus dem Halbfeld heraus fand Christian Neuert die kleine Lücke zwischen Torhüter und Torgestänge und schoss die Löwen mit Präzision zum hochverdienten 2:2 Ausgleich. Ergebnisoffen gestaltete sich die Partie weiterhin rasant. Möglichkeiten ergaben sich auf beiden Seiten, wenn auch der EHC Waldkraiburg hier ein wenig die Oberhand behielt.

Dennoch war es der Gastgeber, der den Schlusspunkt in diesem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften setzte. Nach einem Bully im Spieldrittel der Löwen erzielte Lynnden Pastachak nach reichlichem Stochern und einer vorangegangenen, fraglichen Szene gegen Christof Hradek den 3:2 Siegtreffer, den die Löwen trotz aller Bemühungen bis zum Ende nicht wieder ausgleichen konnten.

aha

Foto: Paolo del Grosso

Spielstatistik:

EHC Klostersee – EHC Waldkraiburg 3:2 (1:0, 1:0, 1:2,).

EHC Waldkraiburg

Tor: Lode C. (Yeingst).

Abwehr: Lode F.; Kanzelsberger F.; Kanzelsberger A.; Schmidt; Rott; Beck; Loboda; Seifert.

Angriff: Neuert; Hradek; Brenninger; Ludwig; Decker; Hipetinger; Popelka; Lode P.; Vogl; Zimmermann;

Tore:

1:0 (4.) Kaefer (Rische, Quinlan N. – 5-4 ÜZ);

2:0 (40.) Pastachak (Quinlan P., Wren);

2:1 (43.) Hradek; 2:2 (44.) Neuert (Stanik);

2:3 (53.) Pastachak;

Zuschauer: 481 

Strafzeiten: Waldkraiburg: 8, Klostersee: 8